Startseite NachrichtenDeutsche Bank unter Geldwäsche-Verdacht: Razzien in Frankfurt und Berlin wegen Abramowitsch-Geschäften

Deutsche Bank unter Geldwäsche-Verdacht: Razzien in Frankfurt und Berlin wegen Abramowitsch-Geschäften

Durchsuchungen bei der Deutschen Bank wegen Geldwäscheverdacht rund um russischen Oligarchen Abramowitsch – Ermittlungen laufen in Frankfurt und Berlin.

von Mike Schwarz
Durchsuchungen bei der Deutschen Bank wegen Geldwäscheverdacht rund um russischen Oligarchen Abramowitsch – Ermittlungen laufen in Frankfurt und Berlin.

Die Justiz hat aufgrund eines Verdachts auf Geldwäsche Gebäude der Deutschen Bank in Frankfurt am Main und Berlin durchsucht, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Тagesschau. Unbekannte Verantwortliche und Mitarbeiter des größten deutschen Finanzinstituts stehen im Fokus der Ermittlungen. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen Frankfurt am Main führt die Untersuchungen gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) durch. Laut offiziellen Angaben unterhielt die Deutsche Bank in der Vergangenheit Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen, die möglicherweise „zum Zwecke der Geldwäsche eingesetzt worden sein könnten“. Details zu den beteiligten Gesellschaften, den Transaktionen und deren Umfang sind derzeit nicht verfügbar.

Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte die Durchsuchungen: „Die Bank arbeitet vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Darüber hinaus äußern wir uns nicht.“ An der Frankfurter Börse reagierten die Aktien der Deutschen Bank mit einem Rückgang von etwa drei Prozent.

Medienberichten zufolge, unter anderem durch die Süddeutsche Zeitung, könnten die Ermittlungen in Verbindung mit dem unter EU-Sanktionen stehenden russischen Oligarchen Roman Abramowitsch stehen. Dabei soll die Deutsche Bank möglicherweise „eine oder mehrere Geldwäsche-Verdachtsmeldungen zu Unternehmen des Oligarchen verspätet an die Behörden weitergeleitet haben“.

Bereits in der Vergangenheit gab es Vorwürfe gegen die Deutsche Bank, Verdachtsfälle von Geldwäsche nicht rechtzeitig zu melden. Im April 2022 durchsuchten Ermittler von Staatsanwaltschaft, BKA und der Finanzaufsicht BaFin die Zentrale der Bank in Frankfurt. Die BaFin entsandte zeitweise einen Sonderbeauftragten, der den Fortschritt bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung überwachen sollte.

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