Startseite NachrichtenMassive russische Angriffe auf Kiews Energieversorgung: Pistorius bezeichnet Angriffe auf Zivilbevölkerung als Terror

Massive russische Angriffe auf Kiews Energieversorgung: Pistorius bezeichnet Angriffe auf Zivilbevölkerung als Terror

Pistorius bezeichnet russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur als Terror. Zweifel an Feuerpause und Friedensbereitschaft Russlands bleiben bestehen.

von Mike Schwarz
Pistorius bezeichnet russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur als Terror. Zweifel an Feuerpause und Friedensbereitschaft Russlands bleiben bestehen.

Kurz vor neuen Ukraine-Gesprächen äußerte Verteidigungsminister Boris Pistorius erhebliche Zweifel an der Friedensbereitschaft Russlands. Er warf Präsident Wladimir Putin gezielten Terror gegen die Zivilbevölkerung vor und bezweifelte die Ernsthaftigkeit einer angekündigten Feuerpause, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf das Tagesschau.

Für Sonntag sind in Abu Dhabi erneut Gespräche über ein Ende des Ukraine-Krieges geplant. Pistorius betonte, dass trotz der Bemühungen von US-Präsident Donald Trump bisher keine Hinweise darauf bestehen, dass Russland einen echten Friedenswillen zeigt. Während der letzten Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende habe Russland die Ukraine massiv angegriffen. Die Bombardierungen seien besonders heftig gewesen und hätten in diesem Krieg kaum ein vergleichbares Ausmaß erreicht.

Die Energieinfrastruktur der Ukraine ist seit Monaten wiederholt Ziel russischer Angriffe. In Kiew und anderen Städten müssen Millionen Menschen in Dunkelheit und eisiger Kälte ausharren, da Strom- und Heizversorgung nur eingeschränkt funktionieren. Nach Luftangriffen verzögern sich Reparaturen immer wieder. Ein schwerer Drohnen- und Raketenangriff hat zuletzt die Wiederherstellung der Stromversorgung in Kiew um mehrere Tage verzögert. Pistorius erklärte, diese Angriffe hätten keinen militärischen Zweck mehr, sondern seien gezielt auf die Zivilbevölkerung gerichtet – mitten im Winter bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad.

Russland zeige sich zudem keinerlei kompromissbereit. In entscheidenden Momenten halte Putin konsequent an seinen Maximalforderungen fest, kritisierte Pistorius.

Nach einer Bitte von US-Präsident Trump hatte Russland angekündigt, aufgrund der extremen Kälte vorübergehend auf weitere Angriffe auf Kiews Energieinfrastruktur zu verzichten. Pistorius äußerte daran jedoch Zweifel. Ein ernsthafter Wille zu Verhandlungen würde es Russland erlauben, nicht um eine Feuerpause bitten zu müssen, da es dann landesweit auf Angriffe verzichten würde. „Ich habe große Zweifel, dass die angekündigte Angriffspause von Moskau tatsächlich ernst genommen wird“, sagte der Minister.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Freitag, dass die Angriffe auf Energieanlagen zwar gestoppt wurden, Russland aber weiterhin die Verkehrsinfrastruktur unter Beschuss nehme.

Zuvor schrieben wir Trump nominiert Kevin Warsh als Fed-Chef: Neuer Kurs für US-Zentralbank und Märkte ab 2026

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