Die vorübergehenden Grenzkontrollen an allen deutschen Landgrenzen sollen um weitere sechs Monate verlängert werden, teilte das Bundesinnenministerium mit, 4thebike.de, auf tagesschau. Die Maßnahme soll die bisherige Migrations- und Sicherheitspolitik stützen und war bereits der Europäischen Kommission in Brüssel angekündigt worden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, dass die Grenzkontrollen ein wesentlicher Bestandteil der Neuordnung der Migrationspolitik in Deutschland seien. Ursprünglich sollten die Kontrollen Mitte März auslaufen, werden nun aber fortgesetzt, um weiterhin eine systematische Überprüfung der Einreise sicherzustellen. Beamte der Bundespolizei überwachen unter anderem den deutsch-polnischen Grenzübergang bei Küstrin-Kietz.
Seit September 2024 sind vorübergehende Grenzkontrollen an allen deutschen Landgrenzen möglich, um irreguläre Migration einzudämmen. Nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 verstärkte Dobrindt die Kontrollen und ordnete Zurückweisungen an allen Binnengrenzen zu den Nachbarstaaten an. Die Maßnahme stieß teils auf Kritik: Einige Nachbarländer zeigten sich verärgert, und die Gewerkschaft der Polizei bemängelte die hohe Belastung für die Beamten.
Im Dezember 2025 hatten sich die EU-Staaten auf eine Verschärfung der gemeinsamen Asylpolitik geeinigt. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte damals erklärt, dass er ein Ende der Grenzkontrollen an den Binnengrenzen erwarte und die Kontrollen „immer als von begrenzter Dauer und Wirkung“ angesehen habe. Dennoch hält das Innenministerium die Fortsetzung der Kontrollen aus migrations- und sicherheitspolitischen Gründen für notwendig.
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