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Pakistan erklärt offenen Krieg gegen Taliban: Luftangriffe in Kabul und Grenzprovinzen eskalieren

Nach Angriffen der Taliban auf Pakistan reagiert Islamabad mit Luftschlägen in Kabul und Grenzprovinzen. Offiziell wird nun der offene Krieg erklärt.

von Mike Schwarz
Nach Angriffen der Taliban auf Pakistan reagiert Islamabad mit Luftschlägen in Kabul und Grenzprovinzen. Offiziell wird nun der offene Krieg erklärt.

Pakistan hat nach nächtlichen Angriffen der afghanischen Taliban auf sein Staatsgebiet militärische Einrichtungen in Afghanistan bombardiert, darunter Ziele in Kabul, Kandahar und Paktia, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf X. Der Sprecher der Taliban-Regierung, Sabiullah Mudschahid, bestätigte die Luftangriffe auf der Plattform X. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt, während beide Seiten von Toten und zerstörten Stellungen.

Die Lage eskalierte nach schweren Gefechten entlang der afghanisch-pakistanischen Grenze, die an ähnliche Spannungen im Herbst des Vorjahres erinnern, als Dutzende afghanische Zivilisten bei pakistanischen Angriffen ums Leben kamen. Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen erklärte Pakistan offiziell den „offenen Krieg“ gegen die Taliban-Regierung. Verteidigungsminister Khawaja Asif schrieb auf X, die Geduld seines Landes sei erschöpft, und betonte, dass nun ein direkter militärischer Konflikt zwischen beiden Staaten herrsche.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Pakistan militärische Stellungen in Afghanistan angegriffen. Als Reaktion darauf schlugen die Taliban entlang der umstrittenen Grenzregion zurück und berichteten vom Tod von 55 pakistanischen Soldaten sowie der Einnahme pakistanischer Posten. Mudschahid kündigte auf X eine umfassende Offensive gegen die pakistanischen Einrichtungen an, um weitere Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen.

Präsident Asif Ali Zardari bestätigte in der Nacht auf X die entschlossene Reaktion der pakistanischen Streitkräfte. Sein Land werde keine Zugeständnisse bei Frieden und territorialer Integrität machen. Informationsminister Attaullah Tarar meldete, dass bei pakistanischen Gegenschlägen 133 afghanische Taliban-Kämpfer getötet wurden, außerdem seien Waffenlager, Panzer und andere militärische Anlagen zerstört worden.

Beide Seiten beanspruchten die Zerstörung oder Einnahme gegnerischer Stellungen, unabhängige Bestätigungen der Angaben liegen bisher nicht vor.

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