Startseite NachrichtenUS-Militär greift iranische Insel Kharg an – Öltransporte blockiert, Straße von Hormus gefährdet

US-Militär greift iranische Insel Kharg an – Öltransporte blockiert, Straße von Hormus gefährdet

US-Streitkräfte greifen iranische Insel Kharg an. Militäranlagen zerstört, Öl-Infrastruktur unversehrt. Straße von Hormus bleibt blockiert.

von Mike Schwarz
US-Streitkräfte greifen iranische Insel Kharg an. Militäranlagen zerstört, Öl-Infrastruktur unversehrt. Straße von Hormus bleibt blockiert.

Die US-Streitkräfte haben die strategisch wichtige iranische Insel Kharg im Persischen Golf angegriffen, wobei nach Angaben von Präsident Donald Trump sämtliche militärischen Ziele zerstört wurden, während die Öl-Infrastruktur vorerst verschont blieb, berichtet 4thebike.de auf tagesschau. Laut Trump sei die Bombardierung eine Reaktion auf die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, einer der zentralen globalen Routen für Öltransporte. Er warnte gleichzeitig, dass jede Behinderung der Schifffahrt durch den Iran oder andere Akteure eine sofortige Neubewertung der US-Strategie auslösen würde.

Nach offiziellen Angaben des Iran wurden bei den Angriffen 15 Explosionen registriert, die jedoch keine Schäden an den Ölanlagen der Insel verursacht hätten. Die iranischen Revolutionsgarden betonten gegenüber dem regierungstreuen Sender Press TV, dass ein Angriff auf die Öl-, Energie- oder Wirtschaftsinfrastruktur des Landes zu einer Zerstörung aller entsprechenden US-Einrichtungen in der Region führen würde. Damit unterstreichen sie die strategische Bedeutung von Kharg als Hauptumschlagplatz für nahezu alle iranischen Ölexporte.

Die Insel Kharg liegt im Persischen Golf und ist für den Iran von enormer wirtschaftlicher und militärischer Bedeutung. Fast sämtliche Ölexporte der Islamischen Republik passieren diesen Hafen. Durch die Blockade der etwa 55 Kilometer breiten Straße von Hormus, die zwischen Iran und Oman verläuft und als eine der wichtigsten globalen Handelsrouten für Öl gilt, kommt der weltweite Ölverkehr derzeit nahezu zum Erliegen. Experten hatten bereits vor Beginn der aktuellen Auseinandersetzungen vermutet, dass Teherans Streitkräfte die Schifffahrt stark stören könnten, was sich nun bestätigt hat.

US-Präsident Trump bezeichnete den Angriff als eine der heftigsten Bombardierungen in der Geschichte des Nahen Ostens. Die Aktion zielt darauf ab, die militärische Präsenz des Iran auf der Insel zu neutralisieren, während der Öltransport unversehrt bleiben soll. Die Spannungen im Golf bleiben hoch, da beide Seiten ihre strategischen Positionen abgrenzen und mögliche Eskalationen weiterhin drohen.

Die iranische Seite hält bisher an der Blockade der Straße von Hormus fest. Laut der Nachrichtenagentur Fars handelt es sich dabei um eine Umsetzung der Anweisungen des neuen obersten Führers Irans, Modschtaba Chamenei. Sicherheitsanalysten warnen vor der Gefahr von Minen und anderen militärischen Hindernissen, die eine Durchfahrt von Handelsschiffen riskant machen.

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