Marius Borg Høiby, der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, steht derzeit in Oslo vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre und sieben Monate Haft für Høiby, der in insgesamt 40 Anklagepunkten steht, darunter vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf das Spiegel. Die bereits in Untersuchungshaft verbrachte Zeit von 63 Tagen soll dabei auf die geforderte Haftstrafe angerechnet werden. Zusätzlich verlangte die Staatsanwaltschaft ein zweijähriges Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin des Angeklagten.
Høiby wird vorgeworfen, vier Frauen vergewaltigt sowie mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben. Zu Beginn des Prozesses wies er die Vergewaltigungsvorwürfe entschieden zurück. Auf die Frage, ob er die Tatvorwürfe der Vergewaltigung und des sexuellen Missbrauchs mehrerer Frauen einräume, antwortete der 29-Jährige leise mit »Nein«.
Staatsanwalt Sturla Henriksbø betonte in seinem Plädoyer die Glaubwürdigkeit der mutmaßlichen Opfer gegenüber Høiby, der während des sechs Wochen andauernden Prozesses mehrfach angab, sich nicht genau erinnern zu können. Eine seiner Ex-Freundinnen erklärte vor Gericht laut der Zeitung »Verdens Gang«: »Ich habe das Gefühl, Marius hat zwei Gesichter.«
Die Vorwürfe gegen Høiby belasten die norwegische Königsfamilie zusätzlich zu anderen Skandalen. Kronprinzessin Mette-Marit sieht sich seit Wochen scharfer Kritik ausgesetzt, insbesondere wegen ihrer engen Freundschaft zu Jeffrey Epstein, der wegen Sexualverbrechen verurteilt wurde.
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