Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die Ausweitung eines Einreiseprogramms angekündigt, das für Reisende aus bestimmten Staaten eine finanzielle Sicherheitsleistung vorsieht, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf spiegel. Demnach müssen Geschäftsreisende und Touristen aus zusätzlichen Ländern künftig eine Kaution hinterlegen, wenn sie in die USA einreisen wollen.
Nach Angaben des US-Außenministeriums wird die Liste der betroffenen Staaten ab dem 2. April auf insgesamt 50 Länder erweitert. Die Höhe der geforderten Sicherheitsleistung beträgt 15.000 US-Dollar, was umgerechnet etwa 13.000 Euro entspricht. Ziel dieser Maßnahme ist es laut Regierung, sicherzustellen, dass Einreisende die Bedingungen ihres Visums einhalten und die zulässige Aufenthaltsdauer nicht überschreiten. Gleichzeitig sollen dadurch finanzielle Belastungen für die amerikanischen Steuerzahler reduziert werden.
Zu den neu aufgenommenen Ländern zählen unter anderem Tunesien, Kambodscha, Äthiopien, Georgien, Grenada, Lesotho, Mauritius, die Mongolei, Mosambik, Nicaragua, Papua-Neuguinea sowie die Seychellen. Diese Erweiterung baut auf einem Pilotprojekt auf, das bereits im August des vergangenen Jahres gestartet worden war. Laut Angaben des Ministeriums hat sich seit der Einführung die Zahl der Personen, die ihr Visum überziehen, deutlich verringert.
Die hinterlegte Kaution wird den Reisenden zurückerstattet, sofern sie die Einreisebestimmungen vollständig einhalten oder ihre geplante Reise nicht antreten. Behördenangaben zufolge entstehen den USA durchschnittliche Kosten von etwa 18.000 US-Dollar, wenn eine Abschiebung durchgeführt werden muss.
Nicht von der Regelung betroffen sind Staatsbürger von Ländern, die am sogenannten Visa Waiver Program teilnehmen. Dieses Programm umfasst derzeit 42 Staaten, darunter die meisten Mitgliedsländer der Europäischen Union sowie Deutschland.
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