Die bekannte Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann ist am Mittwoch im Alter von 76 Jahren gestorben, wie ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die Bild. Mann, die aufgrund ihrer Körpergröße von 1,49 Metern auch „die Lütte“ genannt wurde, hinterlässt ein halbes Jahrhundert künstlerischer Arbeit auf Bühne und Film. Sie war als Kabarettistin, Moderatorin und Musikerin aktiv und galt als eine prägende Persönlichkeit der ostdeutschen Kulturszene.
Musik begleitete Mann von frühester Kindheit an. Schon als Kind übte sie täglich bis zu acht Stunden Klavier, als Teenager hörte sie intensiv Werke von Johann Sebastian Bach ebenso wie moderne Popmusik der Beatles. Trotz dieser musikalischen Leidenschaft begann die Tochter eines Arztes nach dem Schulabschluss zunächst eine Lehre in einer Apotheke. Der Kontakt zu Menschen blieb jedoch stets zentral: In der Mittagspause sang sie ihren Kollegen die neuesten Schlager vor und entwickelte so früh ihre Bühnenpräsenz.
In den 1970er Jahren startete Angelika Mann ihre professionelle Musikkarriere, zunächst an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy. Ihre markante Stimme ist unter anderem auf Lakomys millionenfach verkauftem Kinderalbum „Traumzauberbaum“ zu hören. Darüber hinaus trat Mann gemeinsam mit bekannten Künstlern wie Manfred Krug und der Jazzsängerin Uschi Brüning auf, wodurch sie in der DDR schnell eine prominente Rolle in der Musikszene einnahm.
Mit zunehmender Unzufriedenheit in der DDR stellte Mann 1984 einen Ausreiseantrag und durfte ein Jahr später das Land verlassen. Im Westen konnte sie rasch Fuß fassen: Am Theater des Westens wurde sie als Lucy in der Dreigroschenoper gefeiert. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands kehrte sie dennoch regelmäßig in den Osten zurück und stand auf zahlreichen Bühnen, darunter in der Comödie Dresden in dem Stück „Kalender Girls“, unter anderem gemeinsam mit Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn.
Angelika Mann wirkte zudem vor der Kamera, etwa in Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“. Ihre Karriere zeichnete sich durch Vielseitigkeit und eine besondere Nähe zum Publikum aus, die sie über Jahrzehnte bewahrte. Nach längerer Krankheit erlag sie nun einem Krebsleiden.
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