Alexander Zverev muss weiterhin auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten. Im epischen Halbfinale der Australian Open 2026 unterlag der deutsche Tennisprofi Carlos Alcaraz nach fünf Sätzen und mehr als fünf Stunden Spielzeit, berichtet 4thebike.de.
Der Weltranglisten-Dritte aus Deutschland begann das Spiel gegen den Spanier schlecht und verlor die ersten beiden Sätze mit 4:6 und 6:7. Im dritten Durchgang schien das Match zugunsten von Alcaraz zu kippen, doch plötzlich bekam der Spanier Krämpfe im rechten Oberschenkel und musste eine medizinische Behandlungspause in Anspruch nehmen. Zverev nutzte diese Gelegenheit und gewann den dritten sowie vierten Satz jeweils im Tiebreak. Der entscheidende fünfte Satz entwickelte sich zu einem hochdramatischen Krimi. Zverev wehrte mehrere Breakbälle ab, konnte den Rückstand jedoch nicht vollständig aufholen, sodass Alcaraz den Satz mit 7:5 gewann.
Zverev äußerte sich nach der Partie erschöpft: „Jetzt bin ich einfach nur müde. Emotionale Fragen kann ich vielleicht in zwei oder drei Tagen beantworten.“ Der Deutsche fügte hinzu, dass ihn am meisten ärgere, dass er den zweiten Satz nicht ausserviert habe, wodurch das Match möglicherweise anders verlaufen wäre.
Die statistischen Werte des Matches zeigen, wie eng das Spiel war: Zverev erzielte 17 Asse, 4 Doppelfehler, gewann 72 % seiner ersten Aufschläge und 53 % der Punkte bei zweitem Aufschlag. Alcaraz kam auf 12 Asse, 5 Doppelfehler, punktete zu 65 % beim ersten Aufschlag und zu 62 % beim zweiten. Insgesamt gewann Alcaraz 200 Punkte gegenüber Zverevs 194.
Während des Matches zeigte sich Alcaraz trotz körperlicher Probleme bemerkenswert widerstandsfähig. Die Krämpfe wurden durch gezielte Massagen und Getränke zur Muskelentspannung gelindert, sodass er im vierten Satz wieder konstant spielte. Der fünfte Satz begann mit einem Break für Zverev, doch Alcaraz konterte und sicherte sich am Ende das Match.
Alcaraz trifft im Finale auf Novak Djokovic oder Titelverteidiger Jannik Sinner. Direkt nach dem Spiel erklärte der Spanier: „Ich habe einfach immer dran geglaubt. Das war körperlich unheimlich anstrengend.“ Für Zverev bleibt die Sehnsucht nach dem ersten Grand-Slam-Titel bestehen – seit Boris Becker vor 30 Jahren ein Major-Turnier in Australien gewann, hat kein deutscher Spieler mehr diesen Erfolg erreicht.
Nach über fünf Stunden intensiven Spiels lagen beide Kontrahenten erschöpft auf dem Court und tauschten eine respektvolle Umarmung aus. Für Zverev war es möglicherweise das anstrengendste Match seiner Karriere, wie er selbst bestätigte.
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