Die amerikanische Skirennläuferin Lindsey Vonn stürzte am Sonntag in der Damen-Abfahrt der Olympischen Winterspiele nur neun Tage nach einer Ruptur ihres linken vorderen Kreuzbandes, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die BBC. Die 41-Jährige hatte zuvor zwei Trainingsläufe auf der legendären Olimpia delle Tofane-Strecke in Cortina erfolgreich absolviert, doch sie stürzte früh in ihrem Rennen.
Vonn wurde nach dem Sturz lange auf der Piste behandelt, bevor sie per Hubschrauber abtransportiert wurde. Trotz der erheblichen Risiken, die ein Start nur wenige Tage nach der Verletzung mit sich brachte, wollte sie unbedingt antreten, da dies ihre letzte Olympiade sein soll.
Die Zuschauer auf den Tribünen waren fassungslos und applaudierten, als der Hubschrauber sie von der Strecke abtransportierte, die ihr zuvor so viel Erfolg gebracht hatte – 12 ihrer insgesamt 84 Weltcupsiege hatte sie hier errungen.
Vonn war die 13. Läuferin im Damen-Abfahrtsrennen, und die aufwendige medizinische Versorgung nach dem Sturz führte zu einer erheblichen Verzögerung des Wettbewerbs. Während der Trainingsläufe und am Morgen vor dem Rennen wirkte Vonn entspannt, ihr Trainer Aksel Lund Svindal äußerte am Freitag Zuversicht, dass sie etwas Spektakuläres leisten könne.
Die 2019 zurückgetretene Vonn, damals die erfolgreichste Skirennläuferin ihrer Zeit, hat bereits mehrere schwere Beinverletzungen überwunden. 2024 gab sie nach einer teilweisen Kniegelenkersatzoperation im rechten Knie ein überraschendes Comeback.
Für die Olympischen Spiele in Cortina galt Vonn nach einer erfolgreichen Saison 2025/26, in der sie in allen fünf Rennen das Podium erreichte und zwei Siege feierte, als Podiumskandidatin. Der aktuelle Sturz wirft jedoch ernsthafte Zweifel auf, ob sie künftig noch im Weltcup starten wird.
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