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Netanjahu trifft Trump: Iran-Abkommen, Raketenprogramm und Israels Sicherheitsbedenken im Fokus

Netanjahu trifft Trump erneut: Diskussionen über Iran-Abkommen, Raketenprogramme und Sicherheitsfragen Israels im streng geheimen Weißen Haus.

von Mike Schwarz
Netanjahu trifft Trump erneut: Diskussionen über Iran-Abkommen, Raketenprogramme und Sicherheitsfragen Israels im streng geheimen Weißen Haus.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu ist während der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump erneut zu einem Besuch im Weißen Haus eingetroffen, um über die israelischen Forderungen an ein mögliches Abkommen zwischen Iran und den USA zu sprechen, berichtet 4thebike.de, mit Verweis auf tagesschau. Das Treffen findet hinter verschlossenen Türen statt, die Details werden streng geheim gehalten. Die israelischen Medien spekulieren intensiv über mögliche Eskalationen zwischen Washington und Teheran sowie über die Frage, ob Israel selbst präventiv eingreifen könnte.

Es ist das siebte Treffen Netanjahus mit Trump in dessen aktueller Amtszeit. Beobachter wie der ehemalige Vorsitzende des israelischen Sicherheitsrates Eyal Hulata halten die kurzfristige Vorverlegung des ursprünglich für nächste Woche geplanten Treffens für ungewöhnlich und sehen darin ein Zeichen für Netanjahus Unsicherheit hinsichtlich Trumps Positionen in den Iran-Verhandlungen. Zentral ist für Israel, dass die amerikanische Politik keine Zugeständnisse macht, die Israels Sicherheitsinteressen beeinträchtigen könnten.

Israel fordert, dass ein Abkommen zwischen den USA und Iran nicht nur das Atomprogramm, sondern auch das iranische Raketenarsenal umfasst. Schätzungen zufolge verfügt Teheran über rund 2.000 ballistische Raketen, darunter Langstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 2.000 Kilometern. Gilad Erdan vom Misgav Institut für nationale Sicherheit betont, dass weiterhin das Risiko einer Eskalation bestehe und Israel den richtigen Zeitpunkt für Gegenmaßnahmen finden müsse, falls die USA nicht selbst militärisch aktiv werden. Zudem dürften Abkommen Israel nicht in seiner Verteidigungsfähigkeit einschränken.

Ein weiteres zentrales Thema sind die iranischen Proxys, darunter die Hisbollah im Libanon und die Huthi im Jemen, die weiterhin mit Waffen und finanzieller Unterstützung rechnen. Iran zeigt sich bislang nur verhandlungsbereit hinsichtlich seines Atomprogramms und fordert gleichzeitig, dass Israel sich nicht in die Gespräche einmischt.

In Jerusalem herrscht Skepsis, ob die Gespräche erfolgreich sein werden, ebenso wie Kritik an Netanjahu selbst. Oppositionspolitiker Benny Gantz äußerte Bedenken, dass bei der Reise offenbar keine militärischen Berater mitreisen, was Fragen über die Entscheidungsprozesse während der Gespräche aufwerfe. Israelische Medien berichten, dass Netanjahu aktuelle Geheimdienstinformationen über Irans Raketenprogramm und über das Vorgehen des Regimes gegen seine eigenen Bürger mit Trump teilen wird. Auch die Lage im Gazastreifen soll Thema sein. Netanjahu wird voraussichtlich bis Donnerstag in den USA bleiben, ein erstes Treffen mit Trump ist für den Abend angesetzt.

Zuvor schrieben wir Starmer unter Druck: McSweeney-Rücktritt wegen Epstein-Files und Mandelson-Skandal

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