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Drohnenangriff auf Flughafen Nachitschewan: Ilham Aliyev fordert Erklärung und Entschuldigung von Iran

Nach einem Drohnenangriff auf den Flughafen Nachitschewan fordert Präsident Ilham Aliyev Erklärungen und eine Entschuldigung von Iran. Vier Menschen wurden verletzt.

von Mike Schwarz
Nach einem Drohnenangriff auf den Flughafen Nachitschewan fordert Präsident Ilham Aliyev Erklärungen und eine Entschuldigung von Iran. Vier Menschen wurden verletzt.

Präsident von Aserbaidschan Ilham Aliyev hat nach einem Drohnenangriff auf den Flughafen der Stadt Nachitschewan sowie auf eine Schule im Dorf Şəkərabad eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrates einberufen, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf president.az.

Nach Angaben der Präsidialverwaltung bezeichnete Aliyev den Vorfall als „niederträchtigen Terrorakt“. Der Staatschef erklärte, dass die aserbaidschanische Seite von iranischen offiziellen Stellen eine Erklärung erwarte und zudem eine Entschuldigung verlangt werde. Darüber hinaus müssten die Verantwortlichen für den Angriff strafrechtlich verfolgt werden.

Der Präsident betonte zugleich, dass Aserbaidschan weder an militärischen Operationen gegen Iran beteiligt sei noch solche plane. Nach seinen Worten verfolge das Land eine Politik, die keine Aktionen gegen Nachbarstaaten vorsieht. Baku habe kein Interesse daran, Operationen gegen angrenzende Länder durchzuführen.

Aliyev bezeichnete den Vorfall zudem als Ausdruck von „Undankbarkeit“. Er erinnerte daran, dass er persönlich die iranische Botschaft besucht habe, um sein Beileid im Zusammenhang mit jüngsten Ereignissen auszusprechen. Darüber hinaus habe Aserbaidschan bei der Evakuierung iranischer Diplomaten aus dem Libanon Unterstützung geleistet.

Der Präsident teilte außerdem mit, dass der Botschafter Irans in das Außenministerium Aserbaidschans einbestellt wurde. Dort solle ihm ein offizieller Protest übermittelt werden. Aliyev kündigte an, dass darüber hinaus weitere diplomatische Schritte vorbereitet würden.

Gleichzeitig erklärte er, dass die Streitkräfte des Landes, der Staatliche Grenzdienst sowie andere Spezialeinheiten in den höchsten Bereitschaftsgrad versetzt worden seien. Diese Einheiten müssten nach seinen Worten bereit sein, bei Bedarf jede erforderliche Operation durchzuführen.

Der Drohnenangriff ereignete sich am Morgen des 5. März am Flughafen der Stadt Nachitschewan, der weniger als 30 Kilometer von der Grenze zu Iran entfernt liegt. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Aserbaidschans wurden vier Menschen verletzt, darunter drei Mitarbeiter des Flughafens sowie ein Passagier, der auf seinen Abflug wartete. Zudem wurde Infrastruktur des Flughafens beschädigt. Ein Flugzeug, das auf dem Weg nach Nachitschewan war, musste infolge des Vorfalls seine Route ändern.

Die Strafverfolgungsbehörden Aserbaidschans leiteten Ermittlungen ein. Das Verfahren wurde nach Artikeln des Strafgesetzbuches eröffnet, die Terrorismus sowie Handlungen betreffen, die eine Gefahr für die Sicherheit der Luftfahrt darstellen.

Iran erklärte seinerseits, dass der Flughafen von Nachitschewan nicht das Ziel des Angriffs gewesen sei.

Zuvor schrieben wir über AfD schließt Jan Wenzel Schmidt aus: Vetternwirtschafts-Vorwürfe und interne Konflikte

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