Der Iran wird nicht an den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina teilnehmen, obwohl sein einziger Athlet Aboulfazl Khatibi Mianaei ursprünglich starten sollte, berichtet 4thebike.de. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) gab die Entscheidung am Freitagnachmittag, wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier, bekannt. Grund ist der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, der eine sichere Anreise des 23-jährigen Langläufers unmöglich macht. Khatibi Mianaei hätte bei seinen dritten Paralympics nach Pyeongchang 2018 und Peking 2022 am Klassiksprint am Dienstag und über 10 km am Mittwoch antreten sollen.
Das IPC erklärte, dass gemeinsam mit dem Organisationskomitee der Paralympischen Spiele, dem Nationalen Paralympischen Komitee des Iran und dem iranischen Skiverband versucht worden sei, eine sichere Reiseroute für die Teilnahme der iranischen Delegation zu finden. Aufgrund der anhaltenden Spannungen in der Region sei das Risiko für Menschenleben jedoch zu hoch, hieß es weiter. IPC-Präsident Andrew Parsons äußerte sein Mitgefühl: „Nicht an den Paralympischen Winterspielen teilnehmen zu können – nach jahrelangem Training und Engagement und aufgrund von Umständen außerhalb seiner Kontrolle – ist für den Athleten herzzerreißend. Unser Mitgefühl gilt Aboulfazl in dieser schwierigen Zeit.“
Die Nichtteilnahme des Iran hat auch Auswirkungen auf die Eröffnungsfeier: Die Flagge des Landes wurde aus der Athletenparade am Freitagabend in Verona entfernt. Damit sinkt die Zahl der Nationen, die an den 14. Paralympischen Winterspielen teilnehmen, auf 55. Die Entscheidung erfolgt inmitten der anhaltenden Konflikte zwischen Israel, den USA und Iran, die weiterhin gegenseitige Angriffe fortsetzen.
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