Die Hamburger CDU kritisiert das Verhältnis von Kosten und Nutzen der Cannabis-Legalisierung und fordert deren Rückabwicklung, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf zeit. Nach Angaben der CDU-Gesundheitsexpertin Christin Christ erhielten Hamburger Anbauvereinigungen im Jahr 2025 lediglich 230 Kilogramm Cannabis für ihre Mitglieder, während die Personalkosten in den zuständigen Ämtern und Behörden über 800.000 Euro betrugen. Christ hatte hierzu eine Anfrage an den Senat gestellt, um die aktuellen Zahlen zu erheben.
Die sieben registrierten Anbauvereinigungen in Hamburg zählten im vergangenen Jahr insgesamt 1.718 Mitglieder. Die weitergegebene Menge pro Mitglied bewegte sich zwischen acht und 26 Gramm pro Monat. Die CDU bezeichnete diese Zahlen als ein „deutliches Missverhältnis zwischen Aufwand und Wirkung“. Laut Christ leistet der private Anbau bisher keinen nennenswerten Beitrag zur Verdrängung des Schwarzmarktes.
Ein Zwischenbericht des Forschungsprojekts EKOCAN zur Evaluation des Cannabiskonsumgesetzes zeigte, dass der Gesamtbedarf in Deutschland 2024 bei 743 Tonnen Cannabis lag. Hochgerechnet auf Hamburg ergibt sich ein Bedarf von rund 17 Tonnen pro Jahr. Hamburgs Polizeipräsident Falk Schnabel bestätigte kürzlich, dass der private Anbau derzeit nicht in der Lage sei, den tatsächlichen Bedarf der Konsumenten zu decken.
Die Personalkosten zur Durchsetzung des Cannabisgesetzes beliefen sich nach Senatsangaben im Bezirksamt Altona auf 503.721 Euro, weitere 317.350,88 Euro entstanden in der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz. Christ betonte, dass die Legalisierung, die im April 2024 in Kraft trat, ihr zentrales Ziel verfehlt habe. Der Schwarzmarkt bestehe weiterhin, während erheblicher Verwaltungsaufwand auf Kosten der Steuerzahler anfalle. Daher fordert die CDU, die Cannabis-Legalisierung „schnellstmöglich wieder rückgängig zu machen“.
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