Geomagnetische Stürme am 28. November 2025 könnten in Deutschland zu spürbaren, wenn auch meist milden, Auswirkungen auf Mensch und Technik führen. Die Vorhersage basiert auf den aktuellen Mustern des Sonnenzyklus, der sich in einer Phase erhöhter Aktivität befindet. Diese Störungen sind das Ergebnis hochenergetischer Partikel, die von der Sonne ausgestoßen werden und auf das Magnetfeld der Erde treffen. Obwohl Deutschland geografisch nicht in der Zone der stärksten Polarlichter liegt, können stärkere Eruptionen dennoch die Kommunikation und die Gesundheit wetterfühliger Menschen beeinträchtigen. Die Überwachung der Sonnenaktivität ist für Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Stromnetze und Satellitensysteme unerlässlich. Für Millionen von Menschen, die auf diese Technologien angewiesen sind, bedeutet dies eine erhöhte Wachsamkeit. Es ist wichtig, die wissenschaftlichen Hintergründe zu verstehen, um unnötige Ängste zu vermeiden und sich angemessen vorzubereiten. Detaillierte Analysen zur Weltraumwetterlage wurden von spezialisierten Instituten durchgeführt, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet.
Die sonnenaktivität als ursache: warum stürmt es im all
Die Ursache für die geomagnetischen Stürme am 28. November liegt in komplexen Prozessen auf der Sonnenoberfläche. Die Sonne stößt kontinuierlich den sogenannten Sonnenwind ab, ein Strom geladener Teilchen.
Zwei Hauptphänomene können diesen Wind verstärken:
- Koronale Massenauswürfe (CMEs): dies sind gewaltige Explosionen von Plasma und magnetischem Material, die ins All geschleudert werden. Treffen sie auf die Erde, können sie starke, kurzzeitige Stürme auslösen.
- Schnelle Sonnenwindströme (HSS): diese stammen aus sogenannten koronalen Löchern, Regionen mit offenem Magnetfeld auf der Sonne. Sie sind die Ursache für längere, aber meist mildere Störungen.
Da sich der aktuelle Sonnenzyklus dem Maximum nähert, ist die Wahrscheinlichkeit solcher Ereignisse erhöht. Wenn diese geladenen Partikel auf die Magnetosphäre der Erde treffen, verändern sie deren Form und Intensität. Diese Schwankungen werden als geomagnetischer Sturm bezeichnet.
Gesundheitliche auswirkungen: wer in deutschland betroffen ist
Die häufigste Folge geomagnetischer Stürme in Deutschland betrifft die Gesundheit wetterfühliger Menschen. Obwohl die moderne Wissenschaft den direkten kausalen Zusammenhang zwischen Geomagnetismus und vielen Symptomen noch erforscht, berichten Patienten und Ärzte regelmäßig über eine Zunahme von Beschwerden.
Personengruppen mit erhöhter Empfindlichkeit:
- Herz-Kreislauf-Patienten: Menschen mit Bluthochdruck (Hypertonie) oder niedrigem Blutdruck (Hypotonie) reagieren oft mit Schwankungen des Blutdrucks.
- Migränepatienten: die Häufigkeit und Intensität von Kopfschmerzen und Migräneanfällen kann zunehmen.
- Menschen mit chronischen Erkrankungen: Personen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems oder der Atemwege sind oft stärker betroffen.
Die Symptome treten meist in Form von allgemeinem Unwohlsein, Schlafstörungen, erhöhter Reizbarkeit und Müdigkeit auf. Diese Reaktionen werden auf eine Störung des vegetativen Nervensystems zurückgeführt, das für die Anpassung des Körpers an äußere Einflüsse zuständig ist.
Vorbeugung und empfehlungen: so schützen sie sich am 28. november
Die richtige Vorbereitung kann die negativen Auswirkungen der geomagnetischen Stürme am 28. November deutlich reduzieren. Es geht darum, das körpereigene Anpassungsvermögen zu unterstützen und unnötigen Stress zu vermeiden.
Empfehlungen für wetterfühlige Personen:
- Hydratation: trinken Sie ausreichend Wasser (mindestens 1,5 bis 2 Liter). Dies unterstützt die Fließeigenschaften des Blutes.
- Ernährung: vermeiden Sie schwere, fettreiche Speisen, Alkohol und übermäßigen Koffeinkonsum. Leichte Kost und viel Obst sind empfehlenswert.
- Schlafhygiene: stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend und qualitativ hochwertig schlafen. Schlaf ist entscheidend für die Erholung des Nervensystems.
- Stressmanagement: vermeiden Sie anstrengende körperliche Betätigung und emotionale Belastungen. Leichte Spaziergänge sind jedoch förderlich.
Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte deren Einnahme besonders genau befolgen. Bei starken Beschwerden sollte immer der behandelnde Arzt konsultiert werden.
Technische effekte in deutschland: satelliten und funkverkehr
Trotz der mittleren geografischen Breite Deutschlands können geomagnetische Stürme auch hier technische Auswirkungen haben. Diese sind zwar in der Regel nicht katastrophal, erfordern aber erhöhte Aufmerksamkeit bei den Netzbetreibern.
Potenzielle technische Störungen in Deutschland:
| Technologie | Mögliche Auswirkungen | Betroffene Sektoren |
| GPS/GNSS-Navigation | Reduzierte Genauigkeit durch ionosphärische Störungen. | Luftfahrt, Präzisionslandwirtschaft, Logistik. |
| Kurzwellenfunk (HF) | Ausfälle oder starke Störungen im Langstrecken-Funkverkehr. | Militär, Seenotrettung, Funkamateure. |
| Stromnetz (GICs) | Entstehung geomagnetisch induzierter Ströme in langen Leitungen. | Betreiber von Hochspannungsnetzen. |
Betreiber von Satellitensystemen und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verfolgen die Weltraumwettervorhersage sehr genau. Sie können bei Bedarf Maßnahmen ergreifen, um die Systeme zu schützen und Ausfälle zu verhindern. Für den normalen Mobilfunk und das Breitband-Internet ist keine wesentliche Beeinträchtigung zu erwarten.
Vorsorgliche Maßnahmen zur Risikominimierung sind in Deutschland Standard. Sie gewährleisten die Zuverlässigkeit der kritischen Infrastruktur auch bei stärkeren geomagnetischen Ereignissen. Die Vorhersage vom 28. November dient als Erinnerung an die Notwendigkeit dieser ständigen Wachsamkeit.
Auroravorhersage: gibt es chancen auf polarlichter in mitteleuropa?
Ein erfreulicher Nebeneffekt starker geomagnetischer Stürme ist die Möglichkeit, Polarlichter (Aurora Borealis) auch in Deutschland zu beobachten. Dies ist zwar selten, kommt aber bei besonders intensiven Sonneneruptionen vor.
Voraussetzungen für Polarlicht-Sichtungen:
- Starke Stärke des Sturms: die geomagnetische Störung muss eine hohe Intensität erreichen, um die Aurora so weit nach Süden zu drücken.
- Dunkelheit und Klarheit: eine klare Nacht und minimale Lichtverschmutzung (Abwesenheit von Mond- und Stadtlicht) sind essenziell.
- Geografische Lage: Beobachter im Norden Deutschlands (z.B. an der Ostseeküste) haben bessere Chancen als im Süden.
Sollte die Aktivität am Abend oder in der Nacht des 28. November besonders hoch sein, könnten Beobachter in Brandenburg oder Schleswig-Holstein mit etwas Glück Polarlichter am nördlichen Horizont sehen. Interessierte sollten die aktuellen Aurora-Vorhersagen der Wetterdienste verfolgen.
Zuvor schrieben wir über Traumdeutung: was bedeutet eine ertrinkende person im traum?.
