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Falsche Euro-Banknoten: welche am häufigsten gefälscht werden und wie man sie erkennt

Falsche Euro-Banknoten erkennen: Welche Scheine (20er, 50er) am häufigsten gefälscht werden und wie Sie Falschgeld mit der Fühlen-Sehen-Kippen-Methode prüfen.

von Mike Schwarz
Falsche Euro-Banknoten erkennen: Welche Scheine (20er, 50er) am häufigsten gefälscht werden und wie Sie Falschgeld mit der Fühlen-Sehen-Kippen-Methode prüfen.

Falsche Euro-Banknoten stellen eine ständige Bedrohung für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und die Wirtschaft dar. Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) kontinuierlich neue und verbesserte Sicherheitsmerkmale einführt, bleibt die Fälschung von Banknoten ein lukratives Geschäft für kriminelle Organisationen. Verbraucher und Händler sind täglich mit dem Risiko konfrontiert, unbeabsichtigt Falschgeld anzunehmen. Dies führt zu erheblichen finanziellen Verlusten. Besonders im Fokus der Fälscher stehen bestimmte Nennwerte, die im täglichen Leben häufig zirkulieren. Das Wissen um die aktuellen Fälschungsmethoden und die effektive Überprüfung der Sicherheitsmerkmale sind daher unerlässlich für jeden Bürger. Nur durch Wachsamkeit kann die Verbreitung dieser illegalen Kopien eingedämmt werden. Es ist wichtig, die am häufigsten betroffenen Banknoten zu kennen und einfache Prüfmethoden anzuwenden, wie die Redaktion von 4thebike.de betont.

Welche Nennwerte am häufigsten gefälscht werden

Die Fälscher konzentrieren sich auf jene Banknoten, die den größten finanziellen Gewinn bei gleichzeitig geringstem Entdeckungsrisiko versprechen. Dies bedeutet, dass nicht unbedingt die höchsten, sondern oft die mittleren Nennwerte am stärksten betroffen sind.

Statistiken der EZB zeigen regelmäßig eine Konzentration der Fälschungen auf zwei Hauptnennwerte:

  1. Die 50-Euro-Banknote: seit Jahren gilt sie als der am häufigsten gefälschte Schein. Dies liegt an ihrer weiten Verbreitung im täglichen Handel. Sie wird oft angenommen, ohne dass die Sicherheitsmerkmale sorgfältig geprüft werden.
  2. Die 20-Euro-Banknote: dieser Schein folgt dicht dahinter. Er wird in kleineren Geschäften und im Einzelhandel oft schnell überreicht. Dies begünstigt die Annahme minderwertiger Fälschungen.

Interessanterweise ist die Fälschung der 100-Euro- und 200-Euro-Banknoten im Verhältnis seltener. Dies liegt daran, dass diese Nennwerte in der Regel nur bei größeren Transaktionen verwendet werden. Dort erfolgen strengere Überprüfungen durch geschultes Personal oder Automaten. Die 5-Euro- und 10-Euro-Scheine werden ebenfalls gefälscht. Ihre geringe Stückelung macht das Risiko für die Fälscher jedoch weniger attraktiv.

Die goldene Regel: fühlen, sehen, kippen

Um falsche Euro zu erkennen, gilt die von der EZB empfohlene „Fühlen-Sehen-Kippen“-Methode als die effektivste. Diese einfache, dreistufige Prüfung kann von jedem Bürger in Sekundenschnelle durchgeführt werden.

Fühlen: die haptische prüfung der banknote

Echte Euro-Banknoten werden auf einem speziellen Baumwollpapier gedruckt. Dieses unterscheidet sich deutlich von gewöhnlichem Papier.

Worauf Sie achten sollten:

  • Das Material: Echtes Euro-Papier fühlt sich fest und griffig an, nicht glatt oder wachsig wie herkömmliches Druckerpapier.
  • Der Reliefdruck: Fahren Sie mit dem Finger über bestimmte Bereiche. Dies sind der Schriftzug „BCE ECB EZB…“ sowie die großen Wertzahlen. Sie sollten einen deutlichen, fühlbaren Farbauftrag (Relief) spüren.
  • Die kurzen Linien am Rand: Auf der Vorderseite der Banknoten (Serie Europa) befinden sich am linken und rechten Rand kurze, erhabene Linien. Diese sind leicht zu ertasten und dienen auch der Blindenhilfe.

Sehen: die optische prüfung gegen das licht

Halten Sie die Banknote gegen eine Lichtquelle, um versteckte Sicherheitsmerkmale sichtbar zu machen.

Wichtige visuelle Merkmale:

  • Das Wasserzeichen: halten Sie den Schein gegen das Licht. Im unbedruckten Bereich erscheint das Porträt der Europa (bei der Europa-Serie) oder das Hauptmotiv der Banknote. Es sollte helle und dunkle Übergänge aufweisen, nicht nur eine simple Kontur.
  • Der Sicherheitsfaden: ein dunkler Streifen, der sich senkrecht durch die Banknote zieht. Im Gegenlicht wird er als durchgehender, dunkler Faden sichtbar. Auf ihm sind die Wertzahl und das Euro-Symbol (€) oder der jeweilige Nennwert zu erkennen.
  • Das Durchsichtregister: auf der Oberseite der Banknote befindet sich eine unvollständige Wertzahl, die sich gegen das Licht gehalten zu einer vollständigen Zahl ergänzt.

Kippen: die dynamische prüfung der effekte

Die anspruchsvollsten Fälschungen scheitern oft an den dynamischen Merkmalen, die sich bei Neigung der Banknote verändern.

Achten Sie auf diese dynamischen Elemente:

  • Der Hologrammstreifen (oder -Fleck): beim Kippen des Scheins wechselt das Hologrammmotiv zwischen der Porträt-Abbildung und dem Architekturmotiv oder dem Nennwert. Bei den neuen Scheinen ist auch eine kleine Regenbogenlinie sichtbar.
  • Die Smaragd-Zahl: auf der Vorderseite der Europa-Serie befindet sich unten links die Smaragd-Zahl. Beim Kippen verändert diese ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau. Es bewegt sich zudem ein Lichtbalken über die Zahl.
  • Glanzstreifen (bei 5, 10 und 20 Euro): auf der Rückseite dieser kleineren Scheine erscheint beim Kippen ein goldfarbener Streifen. Auf ihm sind das Euro-Symbol und die Wertzahl zu sehen.

Diese dynamischen Merkmale sind für Fälscher am schwierigsten und teuersten zu kopieren.

Maßnahmen und strafen: was tun bei falschem geld

Was sollten Sie tun, wenn Sie den Verdacht haben, falsche Euro in Händen zu halten? Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren und keine voreiligen Schritte zu unternehmen.

So handeln Sie richtig:

  1. Nicht weitergeben: der Versuch, Falschgeld wissentlich in Umlauf zu bringen, ist strafbar.
  2. Polizei kontaktieren: melden Sie den Vorfall unverzüglich der örtlichen Polizei oder der nächsten Polizeidienststelle.
  3. Herkunft merken: versuchen Sie sich zu erinnern, wo und von wem Sie die Banknote erhalten haben. Merken Sie sich alle relevanten Details (Uhrzeit, Ort, Person).

Die Konsequenzen für das Inverkehrbringen von Falschgeld sind in Deutschland und der gesamten Eurozone streng. Wer Falschgeld wissentlich ausgibt, riskiert eine Freiheitsstrafe. Selbst wenn Sie unwissentlich Falschgeld annehmen, erhalten Sie keinen Ersatz für den Verlust. Daher ist Prävention der beste Schutz.

Hier ist eine Übersicht über die am häufigsten gefälschten Nennwerte (historische Daten):

NennwertFälschungsanteil (ca. %)Risiko im AlltagWichtigstes Prüfmerkmal
50 EuroHöchster (ca. 45-50)HochSmaragd-Zahl, Reliefdruck
20 EuroZweithöchster (ca. 25-30)HochPorträt-Hologramm, Sicherheitsfaden
100 EuroMittel (ca. 10-15)MittelHologramm, fühlbares Papier

Diese Daten verdeutlichen, dass beim Umgang mit 20-Euro- und 50-Euro-Banknoten besondere Vorsicht geboten ist. Der beste Schutz bleibt die Kombination aus Tastsinn, Sehsinn und dem Kippen des Scheins.

Es ist eine Bürgerpflicht, zur Eindämmung der Fälschungen beizutragen. Die Zentralbanken verbessern zwar die Sicherheitsmerkmale ständig. Die Verantwortung für die Basisprüfung liegt jedoch bei jedem Einzelnen. Bleiben Sie wachsam, besonders bei dunklem Licht oder schnellen Transaktionen.

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