Startseite ZuhauseWelcher Feiertag ist am 13. Dezember 2025: Lichterglanz und die Lucia-Nacht

Welcher Feiertag ist am 13. Dezember 2025: Lichterglanz und die Lucia-Nacht

Welcher Feiertag ist am 13. Dezember 2025 in Deutschland? Entdecken Sie die Bedeutung des Lucia-Tages, die historische Lucia-Nacht und die skandinavischen Bräuche.

von Mike Schwarz
Welcher Feiertag ist am 13. Dezember 2025 in Deutschland? Entdecken Sie die Bedeutung des Lucia-Tages, die historische Lucia-Nacht und die skandinavischen Bräuche.

Welcher Feiertag ist am 13. Dezember 2025 – diese Frage führt direkt in das Herz der vorweihnachtlichen Traditionen in Deutschland. Obwohl der 13. Dezember kein bundesweit gesetzlicher Feiertag ist, markiert er einen wichtigen Gedenktag im kirchlichen und kulturellen Kalender: den Lucia-Tag. Dieser Tag, benannt nach der Heiligen Lucia von Syrakus, ist besonders bekannt für seine Lichterprozessionen und spielt in den nördlichen Regionen Europas, insbesondere in Skandinavien, eine zentrale Rolle, beeinflusst aber auch die Bräuche in Deutschland. Historisch gesehen galt der 13. Dezember vor der Gregorianischen Kalenderreform als der kürzeste Tag des Jahres, die sogenannte Wintersonnenwende, weshalb er traditionell mit Licht und Dunkelheit verbunden ist. Die Feierlichkeiten konzentrieren sich auf das symbolische Überwinden der Dunkelheit durch das Licht, was in der Adventszeit eine tiefere Bedeutung erhält. Eine detaillierte Betrachtung der Geschichte und der regionalen Bräuche in Deutschland liefert die Redaktion 4thebike.de.

Historischer Hintergrund: Die Heilige Lucia von Syrakus

Der Gedenktag am 13. Dezember ist der Heiligen Lucia gewidmet. Sie war eine frühchristliche Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert. Ihre Legende ist tief mit dem Thema Licht verbunden. Der Name Lucia leitet sich vom lateinischen Wort lux ab, was „Licht“ bedeutet.

Die Kernpunkte der Lucia-Legende:

  1. Syrakus: Lucia stammte aus einer wohlhabenden Familie in Syrakus auf Sizilien.
  2. Wohltätigkeit: Sie weigerte sich, einen heidnischen Mann zu heiraten und verteilte stattdessen ihr Erbe an die Armen.
  3. Martyrium: Aufgrund ihres christlichen Glaubens und ihrer Ablehnung des Heidentums erlitt sie das Martyrium.
  4. Lichtsymbolik: Einer Legende zufolge soll sie verfolgten Christen in den Katakomben Nahrung gebracht haben. Um beide Hände frei zu haben, trug sie einen Lichterkranz auf dem Kopf.

Diese Geschichte macht sie zur Schutzpatronin der Blinden und der Lichtbringenden. Der Lucia-Tag fällt mitten in die Adventszeit. Er erinnert die Gläubigen an das kommende „Licht der Welt“, also an die Geburt Jesu Christi.

Lucia-Bräuche in Deutschland: Regionale Unterschiede

Obwohl der Lucia-Tag in Deutschland nicht so prominent gefeiert wird wie in Schweden, existieren auch hier spezielle Traditionen. Diese Bräuche sind oft eng mit den skandinavischen Einflüssen verbunden, besonders in den norddeutschen Bundesländern.

Sieben regionale und kulturelle Bräuche in Deutschland:

  • Lichterfiguren: In einigen Gemeinden werden Lucia-Lichterfiguren in Kirchen und Krippen aufgestellt.
  • Skandinavische Gemeinden: Besonders in Städten mit einer starken skandinavischen Gemeinschaft (Hamburg, Berlin) finden öffentliche Lucia-Umzüge statt.
  • Weihnachtsmärkte: Auf einigen Weihnachtsmärkten werden spezielle Lucia-Konzerte oder -Aufführungen angeboten.
  • Weihnachtliches Gebäck: Traditionelles Lucia-Gebäck, wie die safrangelben Lussekatter (Lucia-Katzen), wird in vielen deutschen Haushalten gebacken.
  • Kinderbräuche: Kinder in manchen Regionen verkleiden sich als Lucia und singen Lieder in Altenheimen.
  • Einschränkung der Arbeit: Früher galt der Tag als „kleiner Feiertag“. Man durfte keine schwere Arbeit verrichten.
  • Aberglaube: Der Tag ist traditionell mit Weissagungen und der Vorhersage des Wetters verbunden.

Der Brauch, bei dem das älteste Mädchen in der Familie als Lucia mit einem Kranz und Kerzen auf dem Kopf erscheint, um der Familie das Frühstück zu bringen, ist die bekannteste skandinavische Tradition. Sie hat sich teilweise auch in Deutschland etabliert.

Liturgische Bedeutung: Der 13. Dezember im katholischen Kalender

Im liturgischen Kalender der katholischen Kirche ist der 13. Dezember als Gedenktag der Heiligen Lucia fest verankert. Die Kirche ehrt damit die Märtyrerin und betont ihre Rolle als Lichtgestalt. Dieser Tag ist ein wichtiger Bestandteil des Advents, einer Zeit der inneren Vorbereitung und Erwartung.

Tabelle: Liturgische Bedeutung des 13. Dezember

KonfessionLiturgische RangordnungBesondere Praxis/Fokus
Römisch-katholischNicht gebotener GedenktagHeilige Messe mit speziellen Texten zu Lucia, Betonung der Lichtsymbolik.
Evangelisch (EKD)Gedenktag im Evangelischen NamenkalenderErinnerung an das Zeugnis der Heiligen, Fokus auf die Überwindung der Dunkelheit durch den Glauben.
OrthodoxGroßer Festtag (in einigen Kirchen)Hohe Verehrung als frühe Märtyrerin, Fastenzeit.

Obwohl es kein gesetzlicher Feiertag ist, wird in vielen Kirchen an diesem Tag ein besonderer Gottesdienst abgehalten. Die Predigten konzentrieren sich oft auf das Motiv des Lichtes und der Hoffnung in der Dunkelheit des Winters.

Lucia-Nacht: Die historische und abergläubische Dimension

Historisch gesehen hatte der 13. Dezember eine immense kulturelle Bedeutung, die weit über die christliche Verehrung hinausging. Bis zur Kalenderreform 1582 galt er als der Tag der Wintersonnenwende. Die Nacht vom 12. auf den 13. Dezember wurde daher als die „Lucia-Nacht“ oder „längste Nacht des Jahres“ bezeichnet.

Fünf Aspekte der historischen und mystischen Lucia-Nacht:

  1. Längste Nacht: Symbolisiert den Höhepunkt der winterlichen Dunkelheit und Kälte.
  2. Geisterzeit: Man glaubte, in dieser Nacht seien Hexen und böse Geister besonders aktiv.
  3. Orakel und Weissagungen: Die Nacht wurde zur Vorhersage des Wetters im kommenden Jahr genutzt.
  4. Schutzrituale: Man verrichtete Reinigungsrituale, um Häuser und Höfe vor dem Bösen zu schützen.
  5. Bauernregeln: Viele Bauernregeln, die das Wetter betreffen, sind mit diesem Datum verbunden.

Diese historischen Vorstellungen prägten die Bräuche. Der Akt des Kerzentragens in der Lucia-Nacht war somit nicht nur ein christliches Symbol, sondern auch ein heidnisches Ritual, um die Rückkehr des Lichtes zu beschwören.

Advent und Lucia: Eine Zeit der spirituellen Einkehr

Der 13. Dezember fällt mitten in die zweite Hälfte der Adventszeit. Er dient als wichtiger Kontrapunkt zu der oft hektischen Betriebsamkeit der Vorweihnachtszeit in Deutschland.

Sieben Tipps für die spirituelle Einkehr am Lucia-Tag:

  • Stille Stunde: Nehmen Sie sich bewusst eine Stunde Zeit für Ruhe und Reflexion.
  • Kerzenrituale: Zünden Sie Kerzen an und meditieren Sie über die Bedeutung des Lichtes.
  • Achtsamkeit: Praktizieren Sie Achtsamkeit, um die Hektik der Weihnachtszeit auszublenden.
  • Wohltätigkeit: Nehmen Sie den Geist der Heiligen Lucia auf und spenden Sie für Bedürftige.
  • Besuch des Gottesdienstes: Besuchen Sie den speziellen Gottesdienst in der katholischen Kirche.
  • Traditionelles Backen: Backen Sie Lussekatter als meditative, familiäre Aktivität.
  • Licht als Symbol: Konzentrieren Sie sich auf das Licht als Symbol der Hoffnung und des Neubeginns.

Dieser Gedenktag erinnert daran, dass der Advent eine Zeit der inneren Sammlung ist. Es geht um die Vorbereitung auf das Fest und nicht nur um den Konsum.

Zuvor schrieben wir was anziehen Silvester 2026: Farben, Trends und Glücksbringer für das neue Jahr.

Das könnte dir auch gefallen