Kirchlicher Feiertag am 26. Dezember 2025 in Deutschland ist der Zweite Weihnachtsfeiertag, der im gesamten Bundesgebiet gesetzlich verankert ist. Dieser Tag steht traditionell im Zeichen der Familie und der Besinnlichkeit nach der Hektik der Vorweihnachtszeit. In der katholischen Kirche wird an diesem Datum zudem das Fest des heiligen Stephanus begangen. Er gilt als der erste Märtyrer des Christentums und wird für seinen unerschütterlichen Glauben verehrt. Viele Menschen nutzen diesen freien Tag für einen Besuch im Gottesdienst oder für ausgiebige Spaziergänge in der Natur. Da alle Geschäfte an diesem Freitag geschlossen bleiben, bereiten sich die Haushalte frühzeitig auf die Verpflegung vor. Die kulturelle Bedeutung dieses Tages reicht weit über die religiösen Wurzeln hinaus und prägt das gesellschaftliche Leben. Auch für Touristen bietet dieser Feiertag eine besondere Gelegenheit, deutsche Traditionen in einer ruhigen Atmosphäre zu erleben. Historische Kirchen in Städten wie Köln oder München bieten an diesem Tag feierliche Orgelkonzerte an. Alle wichtigen Informationen zu den Gottesdiensten und regionalen Besonderheiten finden Sie bei der Redaktion 4thebike.de.
Der Zweite Weihnachtsfeiertag und der heilige Stephanus
Die religiöse Bedeutung des 26. Dezember ist in Deutschland eng mit der Gestalt des heiligen Stephanus verknüpft. Er war ein Diakon der Jerusalemer Urgemeinde und wurde wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt. In der Liturgie der Kirche erinnert dieser Tag daran, dass das Kommen Christi auch mit Nachfolge und Opferbereitschaft verbunden ist. Trotz dieses ernsten Hintergrunds überwiegt in Deutschland die Freude über die Geburt Christi. Viele Gemeinden feiern festliche Messen, bei denen die Weihnachtslieder im Mittelpunkt stehen. In ländlichen Regionen Bayerns oder Baden Württembergs sind zudem traditionelle Segnungen von Pferden oder Wasser verbreitet. Der Tag dient als Brücke zwischen der heiligen Nacht und dem kommenden Jahreswechsel.
Regionale Besonderheiten und Traditionen am Stephanustag:
- Stephanus Steinigen: In manchen Regionen trifft man sich zu einem geselligen Umtrunk, der symbolisch diesen Namen trägt.
- Pferdesegnungen: Besonders im Süden Deutschlands werden Pferde gesegnet, da Stephanus als Schutzpatron der Kutscher gilt.
- Familienbesuche: Der Fokus liegt auf dem gemeinsamen Essen mit Verwandten, die am Heiligabend nicht dabei sein konnten.
- Kirchliche Konzerte: Viele Chöre führen das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in großen Kathedralen auf.
- Wanderungen: Gemeinsame Ausflüge in den verschneiten Wald gehören für viele deutsche Familien fest zum Programm.
- Resteessen: Kulinarisch werden oft die Reste des Gänsebratens vom Vortag in neuen Variationen serviert.
- Wohltätigkeit: Es ist üblich, an diesem Tag für Menschen in Not oder kirchliche Projekte zu spenden.
Diese Bräuche zeigen die tiefe Verwurzelung christlicher Werte im modernen deutschen Alltag. Während in den Großstädten eher die Ruhe nach den Feiertagen gesucht wird, pflegen Dörfer ihre jahrhundertealten Riten. Der heilige Stephanus bleibt dabei eine zentrale Figur des Glaubenszeugnisses. Die Gottesdienste beginnen meist zwischen acht Uhr und zehn Uhr morgens. Viele Menschen schätzen die feierliche Stimmung in den oft prachtvoll geschmückten Kirchenräumen. Nach dem Gottesdienst folgt meist die Rückkehr in den privaten Kreis.
Öffentliches Leben und rechtliche Regelungen in Deutschland
Da der 26. Dezember 2025 auf einen Freitag fällt, ergibt sich für viele Arbeitnehmer ein langes Wochenende. In allen 16 Bundesländern ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag mit Arbeitsruhe. Das bedeutet, dass Supermärkte, Einkaufszentren und Behörden komplett geschlossen bleiben. Lediglich Tankstellen, Apotheken im Notdienst und Geschäfte in großen Bahnhöfen oder Flughäfen haben geöffnet. Wer plant, auswärts zu essen, sollte unbedingt Wochen im Voraus einen Tisch reservieren. Die Preise für spezielle Weihnachtsmenüs in guten Restaurants liegen oft zwischen 45 und 90 Euro pro Person.
Informationen zu Verfügbarkeiten und Öffnungszeiten am Feiertag:
| Bereich | Status am 26. Dezember | Wichtiger Hinweis |
| Einzelhandel | Geschlossen | Besorgungen bis spätestens 24. Dezember mittags erledigen. |
| Gastronomie | Geöffnet | Reservierungspflicht in fast allen Städten und Dörfern. |
| Museen | Teilweise geöffnet | Viele staatliche Museen öffnen ab 13 Uhr ihre Türen. |
| Nahverkehr | Sonntagsfahrplan | Busse und Bahnen fahren seltener als an Werktagen. |
Der öffentliche Nahverkehr ist auf den Feiertagsmodus umgestellt, was bei Reisen berücksichtigt werden muss. Züge der Deutschen Bahn sind an diesem Tag oft stark ausgelastet durch Rückreisen von Familienbesuchen. Tickets sollten daher frühzeitig gebucht werden, um Sitzplätze zu garantieren. In den Kurorten und Skigebieten herrscht dagegen Hochbetrieb, da viele den Kurzurlaub über die Tage nutzen. Hotels in den Alpen oder an der Ostsee verlangen in dieser Zeit oft saisonale Aufschläge. Eine frühzeitige Planung ist für alle Aktivitäten an diesem Freitag unerlässlich.
Kulinarik und familiäres Beisammensein am Zweite Weihnachtsfeiertag
Das Essen spielt am 26. Dezember eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge der Deutschen. Während am Heiligabend oft einfache Gerichte wie Kartoffelsalat mit Würstchen dominieren, wird am Feiertag aufwendig gekocht. Der klassische Gänsebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen ist in vielen Haushalten der Standard. Auch Wildgerichte wie Reh oder Hirschrücken erfreuen sich in der deutschen Gastronomie großer Beliebtheit. Das gemeinsame Mahl dauert oft mehrere Stunden und wird durch Kaffee und selbstgebackene Plätzchen ergänzt. Es ist die Zeit, in der Geschichten erzählt und Geschenke im Detail begutachtet werden.
In vielen Familien wird dieser Tag auch genutzt, um die lokale Kirche zu besuchen und die Krippe zu besichtigen. Diese Krippen sind oft kunstvoll geschnitzt und zeigen die biblische Geschichte in Miniaturform. Besonders für Kinder ist dieser Ausflug ein Höhepunkt der Weihnachtszeit. Die besinnliche Stimmung wird durch das Läuten der Kirchenglocken in den Städten unterstrichen. Am Abend wird es oft ruhiger, wenn sich die Menschen auf das kommende Wochenende vorbereiten. Die Vorfreude auf das neue Jahr beginnt hier langsam die weihnachtliche Ruhe abzulösen.
Zuvor schrieben wir was man an Weihnachten nicht tun sollte: Traditionen, Verbote und Bräuche im Überblick
