Fasching 2026 in Deutschland markiert den Höhepunkt der sogenannten fünften Jahreszeit mit farbenfrohen Umzügen und regionalen Festlichkeiten. In diesem Jahr fallen die wichtigsten Feiertage der Fastnacht in die Mitte des Monats Februar. Millionen von Menschen bereiten sich auf die großen Straßenkarnevals in Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz vor. Die Traditionen reichen von historischen Maskenumzügen im Süden bis hin zu modernen Prunkwagen im Rheinland. Neben den Kostümen spielt die kulinarische Verpflegung mit Krapfen und Pfannkuchen eine entscheidende Rolle für alle Narren. Das Fest symbolisiert den Abschied vom Winter und die Vorbereitung auf die kommende österliche Fastenzeit. Viele Vereine planen ihre aufwendigen Choreografien und Motivwagen bereits viele Monate im Voraus für dieses Ereignis. Wer die besten Plätze bei den großen Paraden ergattern möchte, sollte sich frühzeitig über die genauen Routen informieren. Die aktuellen Termine und wichtigsten Bräuche für das kommende Jahr präsentiert die Redaktion 4thebike.de.
Termine und regionale Bezeichnungen für das Fest 2026
Der Karneval folgt einem strengen zeitlichen Ablauf, der eng mit dem kirchlichen Kalender verbunden ist. Im Jahr 2026 erreicht die Stimmung am schmutzigen Donnerstag, dem zwölften Februar, ihren ersten großen Siedepunkt. Dieser Tag gehört traditionell den Frauen, die symbolisch das Rathaus stürmen und die Macht übernehmen. Der Rosenmontag am sechzehnten Februar bildet den absoluten Höhepunkt mit den größten Straßenumzügen des ganzen Landes. Am darauf folgenden Aschermittwoch endet der gesamte Trubel und die besinnliche Fastenzeit beginnt offiziell für alle Gläubigen. In Bayern und Österreich nennt man diese Zeit meist Fasching, während im Südwesten der Begriff Fastnacht dominiert. Das Rheinland hingegen bleibt die weltbekannte Hochburg des klassischen Karnevals mit seinen traditionellen Garden und Sitzungen.
Die wichtigsten Daten der Karnevalswoche im Überblick:
- Weiberfastnacht am zwölften Februar: Beginn des Straßenkarnevals und Rathausstürme.
- Nelkensamstag am vierzehnten Februar: kleinere Umzüge und Kostümbälle in vielen Gemeinden.
- Tulpensonntag am fünfzehnten Februar: Zeit für Familiensitzungen und lokale Kinderumzüge.
- Rosenmontag am sechzehnten Februar: Tag der großen Prunkwagen und Millionen von Zuschauern.
- Veilchendienstag am siebzehnten Februar: Verbrennung des Nubbel oder der Fastnachtshexe.
- Aschermittwoch am achtzehnten Februar: Ende der Feierlichkeiten und traditionelles Fischessen.
Nach den großen Umzügen finden in vielen Städten abendliche Bälle und private Feiern in Gaststätten statt. Die Sicherheitsvorkehrungen in den Innenstädten werden für diese Tage massiv verstärkt, um einen friedlichen Ablauf zu garantieren. Besucher sollten beachten, dass viele Geschäfte und Behörden am Rosenmontag in den Hochburgen geschlossen bleiben. Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren oft nach einem speziellen Fahrplan, um die Menschenmassen sicher zu transportieren. Es empfiehlt sich, die Anreise zu den großen Veranstaltungen ohne das eigene Auto zu planen. Viele Parkhäuser sind bereits am frühen Morgen vollständig belegt oder wegen der Umzüge gesperrt.

Kulinarische Traditionen und das perfekte Pfannkuchen Rezept
Essen und Trinken sind untrennbar mit der Fastnacht verbunden, wobei Gebäck in heißem Fett dominiert. In Norddeutschland nennt man sie Berliner, im Süden Krapfen und in Berlin selbst einfach Pfannkuchen. Dieses süße Gebäck liefert die nötige Energie für lange Stunden im Freien bei kalten Temperaturen. Die klassische Füllung besteht meist aus roter Konfitüre, doch auch Eierlikör oder Schokolade sind heute sehr beliebt. Ein alter Scherz besagt, dass man unter viele süße Krapfen einen mit Senf gefüllten mogeln sollte. Dies sorgt bei den Gästen auf Partys oft für große Erheiterung und kleine Überraschungen. Das Backen dieser Köstlichkeiten hat in deutschen Haushalten eine sehr lange und geschätzte Tradition.
Zutaten und Schritte für klassische Karnevalskrapfen:
| Zutat | Menge | Zubereitungsschritt |
| Weizenmehl | fünfhundert Gramm | Mehl in eine Schüssel geben und Kuhle bilden. |
| Frische Hefe | ein Würfel | Hefe in lauwarmer Milch mit Zucker auflösen. |
| Milch | zweihundertfünfzig Milliliter | Hefemischung zum Mehl geben und glatt verkneten. |
| Eier | zwei Stück | Eier und weiche Butter zum Teig hinzufügen. |
| Zucker | sechzig Gramm | Teig an einem warmen Ort gehen lassen. |
| Konfitüre | zweihundert Gramm | Nach dem Backen die Füllung mit Spritze injizieren. |
Nachdem der Teig sein Volumen verdoppelt hat, sticht man kleine Kreise aus und lässt sie erneut ruhen. Die Teiglinge werden dann in heißem Pflanzenfett von beiden Seiten goldbraun ausgebacken und gut abgetropft. Zum Schluss wälzt man die warmen Pfannkuchen in feinem Zucker oder bestäubt sie mit Puderzucker. Wer es herzhafter mag, greift während der Umzüge oft zu warmen Würstchen oder frisch gebackenen Brezeln. In einigen Regionen ist auch das Essen von Erbsensuppe aus großen Feldküchen sehr verbreitet. Diese Speisen wärmen den Körper von innen und bilden eine gute Grundlage für festliche Getränke. Alkoholfreie Alternativen wie heißer Punsch gewinnen dabei immer mehr an Beliebtheit bei den Zuschauern.

Bräuche und Verbote während der fünften Jahreszeit
Die Fastnacht folgt vielen ungeschriebenen Gesetzen, die von den Einheimischen sehr ernst genommen werden. Ein bekannter Brauch an Weiberfastnacht ist das Abschneiden der Krawatten bei den Männern durch die Frauen. Als Entschädigung erhalten die betroffenen Herren meist ein Bützchen, also einen kleinen Kuss auf die Wange. In der schwäbisch-alemannischen Fastnacht tragen die Teilnehmer handgeschnitzte Holzmasken und gruselige Kostüme, um Geister zu vertreiben. Die Verbrennung einer Strohpuppe am Dienstagabend symbolisiert das Ende aller Sünden, die während der Feiertage begangen wurden. Es ist ein ritueller Akt der Reinigung, bevor die strenge Zeit der Enthaltsamkeit am Mittwoch beginnt. Wer diese Traditionen missachtet, gilt in den Hochburgen oft als Spielverderber oder ahnungsloser Tourist.
Fünf wichtige Regeln für den Besuch im Karneval:
- Keine Krawatte tragen: an Weiberfastnacht riskieren Männer den Verlust ihres teuren Kleidungsstücks.
- Schlachtruf lernen: in Köln ruft man Alaaf, in Düsseldorf hingegen erschallt ein kräftiges Helau.
- Kostümpflicht beachten: wer ohne Verkleidung erscheint, fällt unangenehm auf und wirkt deplatziert.
- Respekt bewahren: trotz aller Ausgelassenheit bleiben Beleidigungen und Gewalt absolut tabu.
- Kamelle sammeln: beim Rufen nach Süßigkeiten sollte man auf die Sicherheit der Kinder achten.
Während der Umzüge ist es zudem streng verboten, Glasflaschen in die gesicherten Zonen mitzubringen. Diese Regel dient dem Schutz der Hufe von Pferden und den Reifen der prächtigen Motivwagen. Auch das Mitführen von gefährlichen Gegenständen als Teil des Kostüms führt oft zu Kontrollen durch die Polizei. Wildpinkeln wird in den Städten mit hohen Bußgeldern bestraft, da ausreichend mobile Toiletten bereitgestellt werden. Eltern sollten ihren Kindern kleine Karten mit Telefonnummern in die Kostüme stecken, falls man sich verliert. Die Lautstärke der Musik an den Wagen kann sehr hoch sein, weshalb Gehörschutz für Kleinkinder empfohlen wird. Wer diese einfachen Regeln befolgt, erlebt eine unvergessliche und freudige Zeit inmitten der deutschen Karnevalskultur.
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