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NRW-ÖPNV steht am Dienstag still: Verdi-Warnstreik betrifft Busse und Straßenbahnen landesweit

In NRW ruft Verdi zu zweitägigem Warnstreik auf: Busse und Straßenbahnen bleiben still, S-Bahnen fahren weiter, Details zu Ausnahmen und Regionen.

von Mike Schwarz
In NRW ruft Verdi zu zweitägigem Warnstreik auf: Busse und Straßenbahnen bleiben still, S-Bahnen fahren weiter, Details zu Ausnahmen und Regionen.

In Nordrhein-Westfalen wird der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) am kommenden Dienstag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi weitgehend stillstehen, nachdem Verdi zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen hat, berichtet 4thebike.de. Schon am Montag sollen demnach die Beschäftigten in den Verwaltungen und Kundenzentren der Nahverkehrsunternehmen landesweit die Arbeit niederlegen. Am Dienstag werden in nahezu allen Regionen NRWs Busse und Straßenbahnen „spürbar von der frühesten Frühschicht bis zur spätesten Spätschicht“ ausfallen. S-Bahnen und Regionalzüge sind vom Warnstreik ausgenommen, und einige Nahverkehrsbetriebe bleiben ebenfalls unberührt. Dazu zählen unter anderem das Leverkusener Nahverkehrsunternehmen Wupsi, die Bahnen der Stadt Monheim, die Fahrzeuge von Stadtbus Gütersloh sowie die Stadtwerke Hamm und Münster. In Aachen ist das Unternehmen Aseag nicht betroffen, da es nicht Teil des Tarifkonflikts ist. Laut WDR-Informationen werden die Auswirkungen in Siegen und im Kreis Olpe als gering eingeschätzt, da bei den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd (VWS) viele Mitarbeitende nicht am Streik teilnehmen. In Duisburg sollen die DVG-Nachtexpresslinien ganztägig im Stundentakt fahren, während in den Kreisen Kleve und Wesel ein Großteil der NIAG-Busfahrten stattfinden soll. Die Düsseldorfer Rheinbahn plant, wie üblich bei Streiks, ein Not-Netz mit Bussen aufrechtzuerhalten.

Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind die Tarifverhandlungen im ÖPNV. Verdi kritisiert, dass die Arbeitgeber trotz vorliegender Forderungen seit November kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet hätten. Stattdessen sei ein Katalog mit Gegenforderungen präsentiert worden, der nicht konkret auf die Anliegen der Beschäftigten eingehe, teilte die Gewerkschaft mit. Torsten Herbert, Geschäftsführer und Pressesprecher des Kommunalen Arbeitgeberverbands NRW, äußerte Kritik am landesweiten Warnstreik und erklärte gegenüber dem WDR: „Wir hätten gerne vor der dritten Verhandlungsrunde in Arbeitsgruppen eine Annäherung mit Verdi erreicht. Da dies abgelehnt wird, gibt es derzeit keinen neuen Sachstand.“

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen Anfang März endete ergebnislos. Ab dem 24. März sollen die Gespräche fortgesetzt werden. Insgesamt sind über 30 kommunale Verkehrsunternehmen mit rund 30.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen von der Tarifrunde betroffen. Der Kommunale Arbeitgeberverband wirft Verdi vor, die finanzielle Lage der Verkehrsbetriebe zu ignorieren. Verdi fordert eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, eine Erhöhung der Ruhezeit zwischen Schichten von zehn auf elf Stunden sowie eine Anhebung des Zuschlags für Sonntagsarbeit von 25 auf mindestens 40 Prozent des Stundenentgelts.

Schon in dieser Woche hatte Verdi regional zu Warnstreiks aufgerufen. Am Mittwoch legten Beschäftigte der Nahverkehrsbetriebe in Duisburg und am Niederrhein die Arbeit nieder, am Donnerstag folgten das Ruhrgebiet und der Märkische Kreis. Heute sind Münsterland und Ostwestfalen betroffen: In Münster, Bielefeld und Gütersloh fahren ganztägig keine Busse und Straßenbahnen.

Zuvor schrieben wir über Streit um Druschba-Pipeline: Ukraine und Ungarn geraten wegen geplanter Inspektion der Ölleitung in Konflikt

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