Bonn – Mit dem Ende des Fastenmonats Ramadan bereiten sich Musliminnen und Muslime in Deutschland auf das dreitägige Zuckerfest (Eid al-Fitr) vor, das in diesem Jahr am 20. März beginnt, berichtet 4thebike.de. Das Fest markiert nicht nur das Ende des Verzichts auf Essen, Trinken, Rauchen und sexuelle Aktivitäten während des Ramadan, sondern beinhaltet auch das gemeinsame Festgebet, das etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang abgehalten wird, sowie den Austausch von Geschenken und Süßigkeiten, insbesondere für Kinder.
Während des Zuckerfestes stehen traditionelle Speisen im Mittelpunkt: In Bonner Haushalten gehören Sesamplätzchen, Dattelkekse, Mandelkuchen oder marokkanische Crêpes zu den typischen Festmahlzeiten. Viele Gläubige besuchen für das Festgebet die Moschee, wo sie gemeinsam beten und die Feierlichkeiten beginnen. Der traditionelle Gruß lautet „Eid Mubarak“, ein Ausdruck für ein gesegnetes Fest.
Der Ramadan selbst ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und gilt als eine der fünf Säulen des Islams. Während des Fastenmonats verzichten Gläubige tagsüber auf Nahrung, Getränke und andere weltliche Genüsse, um Disziplin zu üben, den Charakter zu stärken und die spirituelle Verbindung zu Allah zu vertiefen. Die Gemeinschaft spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Viele Muslime engagieren sich während des Ramadan durch Spenden oder soziale Hilfsaktionen für ihre Mitmenschen.
Nicht alle Musliminnen und Muslime fasten gleichermaßen: Kinder, ältere und kranke Personen sowie menstruierende Frauen sind vom Fasten ausgenommen. Nach Angaben des Landes Nordrhein-Westfalen leben rund 1,5 Millionen Musliminnen und Muslime in NRW. Während der Fastenzeit brechen die Gläubigen ihr Fasten nach Sonnenuntergang beim Iftar, häufig beginnend mit einer Dattel und einem Schluck Wasser. Die letzte Mahlzeit vor Beginn des Tagesfastens (Sahur) wird in der Regel kurz vor der Morgendämmerung eingenommen.
Der Beginn des Ramadan variierte in diesem Jahr zwischen dem 17. und 18. Februar, da der islamische Kalender ein Mondkalender ist und die Fastentage nach der Sichtung der Mondsichel berechnet werden. Das Zuckerfest folgt unmittelbar auf das Ende des Ramadan und symbolisiert für viele Muslime die Freude über die abgeschlossene Fastenzeit sowie die Stärkung familiärer und sozialer Bindungen.
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