Ilse Aigner soll nach dem Willen von CDU und CSU die nächste Bundespräsidentin Deutschlands werden. Die 61-jährige CSU-Politikerin könnte damit als erste Frau das höchste Staatsamt übernehmen. Eine offizielle Nominierung steht allerdings noch aus, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet. Nach Informationen der ARD-Tagesschau soll die Entscheidung am Montag, 9. November, bekannt gegeben werden.
CDU und CSU setzen auf Ilse Aigner als Steinmeier-Nachfolgerin
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits angekündigt, eine Frau für das höchste Staatsamt unterstützen zu wollen. Nun zeichnet sich eine Einigung auf die bayerische Landtagspräsidentin ab.
Die formelle Entscheidung sollen CDU-Präsidium und Parteivorstand am Montag treffen. CSU-Chef Markus Söder wirbt bereits seit April für seine Parteikollegin.
Auch SPD-Chef Lars Klingbeil signalisierte Unterstützung. Er bescheinigte Aigner eine „wahnsinnig integrative Kraft“. Damit steigen ihre Chancen auf eine breite Mehrheit.
Bundespräsidentenwahl 2027: Wie sicher ist Aigners Wahl?
Die Bundespräsidentenwahl 2027 findet am 30. Januar im Berliner Reichstagsgebäude statt. Das bestätigt der Deutsche Bundestag.
| Entscheidende Fakten | Stand |
|---|---|
| Wahltermin | 30. Januar 2027 |
| Kandidatin | Ilse Aigner (CSU), vorgesehen |
| Wahlgremium | 1.260 Mitglieder |
| Unterstützung | CDU, CSU und SPD |
| Amtsinhaber | Frank-Walter Steinmeier |
Union und SPD verfügen gemeinsam über eine Mehrheit in der Bundesversammlung. Eine Wahl Aigners gilt deshalb als wahrscheinlich.
Merz könnte zusätzlich die Grünen einbinden. Die AfD plant dagegen eine eigene Kandidatur.

Wer ist Ilse Aigner?
Die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin führt seit 2018 den Bayerischen Landtag. Zwischen 2008 und 2013 gehörte sie der Bundesregierung unter Angela Merkel an.
Bemerkenswert ist ihr beruflicher Werdegang. Aigner absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Radio- und Fernsehtechnikerin. Später qualifizierte sie sich zur Systemelektrikerin für Hubschrauber.
Als erste Bundespräsidentin Deutschlands würde sie Geschichte schreiben. Bislang standen ausschließlich Männer an der Spitze der Bundesrepublik.
Kritik kommt von Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek. Sie fordert eine überparteiliche Kandidatur statt einer parteipolitischen Verständigung.
Ob Aigner tatsächlich ins Schloss Bellevue einzieht, entscheidet die Bundesversammlung im Januar. Zunächst muss ihre Nominierung offiziell bestätigt werden.
Zuvor schrieben wir über US-Zwischenwahlen 2026: Demokraten erobern Senat und Repräsentantenhaus – historische Niederlage für Republikaner
