Startseite AllgemeinZugunglück in Spanien: Verkehrsminister Óscar Puente tritt nach 69 Todesopfern zurück

Zugunglück in Spanien: Verkehrsminister Óscar Puente tritt nach 69 Todesopfern zurück

Zugunglück in Spanien: Minister Óscar Puente tritt nach 69 Todesopfern zurück. Die Regierung beschließt neue Sicherheitsregeln und 30 Millionen Euro Hilfe.

von Mike Schwarz
Zugunglück in Spanien: Minister Óscar Puente tritt nach 69 Todesopfern zurück. Die Regierung beschließt neue Sicherheitsregeln und 30 Millionen Euro Hilfe.

Zugunglück in Spanien: Nach der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge mit 69 Todesopfern hat Verkehrsminister Óscar Puente seinen Rücktritt angekündigt. Der Sozialist zieht damit Konsequenzen aus 2 schweren Bahnunfällen innerhalb von 9 Monaten. Zugleich beschloss die Regierung neue Sicherheitsmaßnahmen und finanzielle Hilfen für Betroffene, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet.

Rücktritt nach Zugunglück: Puente übernimmt politische Verantwortung

Am 3. November 2026 erklärte Puente vor dem spanischen Parlament seinen Rückzug. Er werde auch bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 29. November nicht kandidieren.

Nach 2 Katastrophen dieser Größenordnung könne ein Verkehrsminister nicht im Amt bleiben, erklärte er. Ministerpräsident Pedro Sánchez wurde erst kurz vor der Ankündigung informiert.

Während Sozialisten den Schritt würdigten, forderte die konservative Volkspartei PP weitere politische Konsequenzen. Die Verantwortung der Regierung bleibt damit ein zentraler Streitpunkt.

Was verursachte das Zugunglück bei Urda?

Am 28. Oktober kollidierte nahe Urda südlich von Madrid ein Renfe-Hochgeschwindigkeitszug mit einem stehenden Iryo-Zug. 69 Menschen starben, rund 200 wurden verletzt.

Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Ausfall des automatischen Sicherungssystems LZB. Trotz der Störung soll die Leitstelle die Weiterfahrt erlaubt haben.

Bereits im Januar waren bei einem weiteren Bahnunglück in Adamuz 46 Menschen gestorben. Auch diese Katastrophe ereignete sich auf der Strecke Madrid–Sevilla.

Spanien verschärft Sicherheitsregeln im Bahnverkehr

Die Regierung kündigte mehrere Maßnahmen an, um weitere Kollisionen zu verhindern:

  • Reduzierung des Zugverkehrs zwischen Madrid und Sevilla.
  • Zusätzliche Kontrollen bei Ausfällen der Zugsicherung.
  • Verstärkung des Personals in Kontrollzentren.
  • Beschleunigte Einführung des europäischen Sicherungssystems ERTMS.
  • Strengere Geschwindigkeitsbegrenzungen bei technischen Störungen.

Die Einschränkungen sollen gelten, während die Sicherheit der Strecke überprüft wird. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern weiterhin an.

30 Millionen Euro für Opfer und Angehörige

Spanien stellt 30 Millionen Euro Entschädigungshilfe bereit. Vorgesehen sind direkte Zahlungen, Vorschüsse und höhere Leistungen aus der gesetzlichen Fahrgastversicherung.

Auch verletzte Reisende sollen zusätzliche Unterstützung erhalten. Die Regierung will damit die finanziellen Folgen der Katastrophe abfedern.

Die Angaben bestätigen unter anderem die spanische Nachrichtenagentur EFE und Reuters.

Zuvor schrieben wir über Schmerzen im Gesäß nach dem Fahrradfahren: 7 Ursachen, schnelle Hilfe und die richtige Sattelwahl

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