Die CDU und CSU stehen im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer erstmals seit Juli wieder vor der AfD, nachdem die Union Zustimmung gewinnen konnte und die AfD im Vergleich zur Vorwoche Einbußen hinnehmen musste, berichtet 4thebike.de auf NTV. Auch die Linke konnte leicht zulegen. Diese Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 20. und 26. Januar 2026 durchgeführt und basiert auf 2501 Befragten, bei einer statistischen Fehlertoleranz von ±2,5 Prozentpunkten.
Der Jahresbeginn 2026 war von außenpolitischen Spannungen geprägt, insbesondere durch die Drohungen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gegenüber Grönland, die die NATO vor Herausforderungen stellten. Bundeskanzler Friedrich Merz konnte sich durch seine ruhige, klare Führung in der Außenpolitik profilieren. Die CDU/CSU legten im Wochenvergleich um zwei Prozentpunkte zu und führen damit das Trendbarometer erneut an. Die AfD verlor im gleichen Zeitraum zwei Prozentpunkte, was den größten Rückgang seit Januar 2024 darstellt. Dieser Verlust fällt jedoch innerhalb der statistischen Fehlertoleranz.
Die Gründe für den Rückgang der AfD sind nicht eindeutig, könnten jedoch mit der demonstrativen Nähe der Partei zu Trump und dessen MAGA-Bewegung zusammenhängen, die bei Teilen der Wählerschaft zunehmend kritisch gesehen wird. Auch AfD-Chefin Alice Weidel kritisierte Trumps Aussagen zu europäischen Soldaten in Afghanistan scharf.
Würde der Bundestag diese Woche gewählt, prognostiziert das RTL/ntv-Trendbarometer folgende Ergebnisse: CDU/CSU 26 Prozent (Bundestagswahl 2025: 28,5 Prozent), AfD 24 Prozent (20,8 Prozent), SPD 14 Prozent (16,4 Prozent) und Grüne 12 Prozent (11,6 Prozent). Die Linke kann einen Punkt hinzugewinnen und liegt nun bei 11 Prozent (8,8 Prozent). FDP (4,3 Prozent) und BSW (4,981 Prozent) würden mit jeweils 3 Prozent erneut nicht in den Bundestag einziehen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 28 Prozent und liegt damit deutlich über dem Niveau der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).
Die Zustimmung zur Arbeit von Bundeskanzler Merz stieg um einen Prozentpunkt auf 25 Prozent, während die Unzufriedenheit von 76 auf 73 Prozent sank. Unter CDU/CSU-Anhängern äußern 65 Prozent Zufriedenheit, während bei SPD-Anhängern 30 Prozent zufrieden sind. Bei den Grünen sind 18 Prozent zufrieden, bei den Linken 7 Prozent und bei AfD-Anhängern lediglich 3 Prozent.
Auch bei der Frage nach der politischen Kompetenz der Parteien gewinnt die Union: 29 Prozent der Befragten halten CDU/CSU für am besten geeignet, die Probleme Deutschlands zu lösen, zwei Prozentpunkte mehr als zuvor. Die AfD fällt von 13 auf 11 Prozent. SPD und Grüne bleiben unverändert bei 6 bzw. 5 Prozent, die Linke steigt auf 6 Prozent. 50 Prozent der Befragten trauen keiner Partei Problemlösungskompetenz zu.
Die Wirtschaftserwartungen bleiben weitgehend stabil: 20 Prozent erwarten eine Verbesserung, 56 Prozent eine Verschlechterung, 23 Prozent gehen von keiner Veränderung aus. Die wichtigsten Themen für die Befragten sind der Grönland-Konflikt (40 Prozent), die ökonomische Lage (24 Prozent) und der Krieg in der Ukraine (23 Prozent), gefolgt von der politischen Situation in den USA (21 Prozent) und der Arbeit der Bundesregierung (27 Prozent). Weitere Themen wie Außenpolitik der USA, Weltwirtschaftsforum in Davos, Nahost, Iran und Sozialreformen in Deutschland spielen jeweils eine geringere Rolle.
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