Startseite CryptoOpen USD Stablecoin startet 2026: Visa, Mastercard und Coinbase bauen neues Zahlungsnetz

Open USD Stablecoin startet 2026: Visa, Mastercard und Coinbase bauen neues Zahlungsnetz

Open USD Stablecoin soll 2026 starten. Mehr als 140 Unternehmen planen kostenlose Transaktionen und eine Beteiligung an Reserveerträgen.

von Mike Schwarz
Open USD Stablecoin soll 2026 starten. Mehr als 140 Unternehmen planen kostenlose Transaktionen und eine Beteiligung an Reserveerträgen.

Open USD Stablecoin soll internationale Zahlungen schneller, günstiger und für Unternehmen attraktiver machen. Hinter dem Projekt stehen mehr als 140 Finanz-, Technologie- und Kryptounternehmen. Dazu gehören Visa, Mastercard, Coinbase, Stripe, BlackRock und mehrere internationale Banken, berichtet die Redaktion von 4thebike.de.

Das Konsortium arbeitet unter dem Namen Open Standard. Die an den US-Dollar gekoppelte Digitalwährung soll noch 2026 verfügbar werden. Einen genauen Starttermin nannte die Organisation bisher nicht.

Was den Open USD Stablecoin von USDT und USDC unterscheidet

Open USD richtet sich vor allem an Unternehmen, Zahlungsanbieter und Banken. Sie sollen Token kostenlos erzeugen und wieder gegen US-Dollar einlösen können. Mengenbegrenzungen sind laut Open Standard nicht vorgesehen.

Damit soll Open USD auch bei umfangreichen Unternehmenszahlungen einsetzbar werden. Denkbare Anwendungen sind internationale Überweisungen, digitale Handelsplattformen und die kurzfristige Verwaltung von Liquidität.

Die wichtigsten Merkmale im Überblick:

  • kostenlose Ausgabe und Rücknahme von Open USD
  • keine künstlichen Obergrenzen für Transaktionsvolumen
  • Bindung an den US-Dollar
  • offene Infrastruktur für teilnehmende Unternehmen
  • Beteiligung der Partner an Erträgen aus den Reserven

Die kostenlose Ausgabe allein garantiert jedoch keine breite Akzeptanz. Entscheidend werden technische Zuverlässigkeit, Regulierung und die Einbindung in bestehende Zahlungssysteme sein.

Open USD Stablecoin startet 2026: Visa, Mastercard und Coinbase bauen neues Zahlungsnetz

Partner sollen an den Reserveerträgen verdienen

Stablecoin-Anbieter investieren hinterlegte Dollar häufig in liquide Anlagen. Dazu können Bankguthaben und kurzfristige US-Staatsanleihen gehören. Die daraus entstehenden Erträge bleiben gewöhnlich beim Emittenten.

Open Standard verfolgt ein anderes Modell. Nach Abzug einer Verwaltungsgebühr sollen große Teile der Erträge an beteiligte Unternehmen fließen.

MerkmalOpen USDKlassische Stablecoin-Modelle
ZielgruppeUnternehmen und ZahlungsdiensteHäufig Kryptohändler und Privatanleger
Ausgabe und RücknahmeOhne Gebühren und VolumenlimitAbhängig vom jeweiligen Anbieter
ReserveerträgeBeteiligung der Partner geplantMeist beim Emittenten
Geplanter StartSpäter im Jahr 2026Bereits am Markt verfügbar

Dieses Modell schafft einen direkten wirtschaftlichen Anreiz. Unternehmen könnten Open USD deshalb stärker in eigene Produkte und Abrechnungssysteme integrieren.

Kann Open USD den Zahlungsverkehr verändern?

Stablecoins werden bisher überwiegend für den Handel mit Kryptowährungen genutzt. Im klassischen Einzelhandel spielen sie weiterhin eine geringe Rolle.

Open Standard will genau diese Grenze überwinden. Gründungschef Zach Abrams fordert dafür eine offene, günstige und leistungsfähige Lösung. Sie müsse weltweit verfügbar sein und den Interessen der Unternehmen entsprechen.

PayPal verfolgt mit PayPal USD bereits einen ähnlichen Ansatz. Der 2023 gestartete Stablecoin ist vollständig durch Dollarbestände, Staatsanleihen und vergleichbare liquide Mittel gedeckt.

Open USD könnte den Wettbewerb mit USDT, USDC und PYUSD verschärfen. Ob daraus ein globales Zahlungsmittel entsteht, hängt von Regulierung, Reservetransparenz und tatsächlicher Nutzung ab.

Zuvor schrieben wir über Neue Grundsicherung 2026: Was sich seit Juli für Leistungsempfänger ändert

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