Startseite DeutschlandKampfjet-Allianz: Deutsche Rüstungsunternehmen starten Neuanfang nach FCAS-Aus

Kampfjet-Allianz: Deutsche Rüstungsunternehmen starten Neuanfang nach FCAS-Aus

Kampfjet-Allianz formiert sich nach FCAS-Aus: Acht deutsche Unternehmen planen ein neues, vernetztes Luftkampfsystem für Europa unter Airbus-Beteiligung.

von Mike Schwarz
Kampfjet-Allianz formiert sich nach FCAS-Aus: Acht deutsche Unternehmen planen ein neues, vernetztes Luftkampfsystem für Europa unter Airbus-Beteiligung.

Kampfjet-Allianz lautet das neue Schlagwort der deutschen Rüstungsindustrie, die nach dem Scheitern des FCAS-Projekts die Initiative ergreift, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet. Acht namhafte Unternehmen haben sich zum Team Gen 6 zusammengeschlossen, um ein modernes europäisches Luftkampfsystem zu entwickeln. Die Kooperation umfasst neben der Rüstungssparte von Airbus auch Experten für Antriebstechnik, Sensorik und Verteidigungssysteme. Ziel ist die Vernetzung bemannter Jets mit unbemannten Drohnen.

Vision und Zusammensetzung des Bündnisses

Die Allianz setzt auf eine breite Expertise, um den technologischen Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Neben Airbus gehören folgende Partner zum Team Gen 6:

  • MTU Aero Engines
  • Hensoldt
  • MBDA Deutschland
  • Autoflug
  • Diehl Defence
  • Liebherr
  • Rohde und Schwarz

Diese Unternehmen decken kritische Bereiche wie Triebwerke, Radarsysteme und Datennetze ab. Sie betonen die Notwendigkeit einer starken europäischen Führung in der Verteidigungstechnologie. Eine Verzahnung mit spanischen Partnern soll die internationale Reichweite erhöhen.

Die geplante Struktur des Netzwerks stützt sich auf eine arbeitsteilige Entwicklung der Komponenten. Dies soll Synergien schaffen und die Innovationskraft im Vergleich zu staatlich gelenkten Großprojekten steigern. Die beteiligten Firmen reagieren damit auf den Zeitdruck durch die aktuelle sicherheitspolitische Lage.

Kampfjet-Allianz: Deutsche Rüstungsunternehmen starten Neuanfang nach FCAS-Aus

Dringlichkeit und politische Hintergründe

Michael Schöllhorn, Leiter der Rüstungssparte bei Airbus, mahnt zur Eile bei der Umsetzung der neuen Pläne. Er fordert ein konsequentes Vorgehen, um den Verlust durch das Ende von FCAS auszugleichen. Deutschland müsse hierbei Verantwortung übernehmen und Handlungsfähigkeit demonstrieren.

Das Ende von FCAS wurde Anfang der Woche durch Bundeskanzler Friedrich Merz und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron bestätigt. Meinungsverschiedenheiten zwischen den beteiligten Firmen Airbus und Dassault führten zum Abbruch. Nach 9 Jahren intensiver Planung ist das prestigeträchtige Rüstungsprojekt damit endgültig beendet.

Zuvor schrieben wir über FCAS gestoppt: Berlin und Paris beenden Kampfjet-Projekt nach Industriekonflikt

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