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Klingbeil plant 203,7 Milliarden Euro neue Schulden: Bundeshaushalt 2027 wächst deutlich

Klingbeil plant höhere Ausgaben und 203,7 Milliarden Euro neue Schulden. Der Bundeshaushalt 2027 umfasst insgesamt 555,4 Milliarden Euro.

von Mike Schwarz
Klingbeil plant höhere Ausgaben und 203,7 Milliarden Euro neue Schulden. Der Bundeshaushalt 2027 umfasst insgesamt 555,4 Milliarden Euro.

Klingbeil plant höhere Ausgaben und mehr Schulden für 2027. Der Etatentwurf sieht 555,4 Milliarden Euro Ausgaben und eine Gesamtneuverschuldung von 203,7 Milliarden Euro vor, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet. Damit wächst der finanzielle Spielraum des Bundes, zugleich steigen jedoch die langfristigen Belastungen erheblich.

Bundeshaushalt 2027 erreicht 555,4 Milliarden Euro

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant im Kernhaushalt eine Nettokreditaufnahme von 118,7 Milliarden Euro. Im April waren noch 110,8 Milliarden Euro vorgesehen. Die geplanten Ausgaben liegen nun 12,1 Milliarden Euro über den damaligen Eckwerten.

Zusätzliche Kredite kommen aus den Sondervermögen für Bundeswehr und Infrastruktur. Dadurch steigt die gesamte Neuverschuldung auf fast 204 Milliarden Euro. Es wäre der zweithöchste Wert in der Geschichte der Bundesrepublik.

Die zentralen Zahlen des Entwurfs:

BereichPlanung für 2027
Gesamtausgaben555,4 Milliarden Euro
Nettokreditaufnahme118,7 Milliarden Euro
Gesamte Neuverschuldung203,7 Milliarden Euro
Ausgabenplus gegenüber April12,1 Milliarden Euro

Der Bundeshaushalt soll Investitionen und sicherheitspolitische Aufgaben finanzieren. Gleichzeitig nimmt der Druck auf künftige Etats durch Zinsen und Tilgungsverpflichtungen zu.

Klingbeil plant 203,7 Milliarden Euro neue Schulden: Bundeshaushalt 2027 wächst deutlich

Neue Steuern und Einsparungen sollen Finanzlücken schließen

Die Bundesregierung erwägt höhere Abgaben auf Alkohol und Tabak. Geplant sind außerdem eine Plastikabgabe und eine stärkere Besteuerung bestimmter Kryptogeschäfte.

Zur Finanzierung enthält der Entwurf weitere Maßnahmen:

  • Zugriff auf bestehende Haushaltsrücklagen
  • geringerer Bundeszuschuss zur Rentenversicherung
  • Kürzungen im Klima- und Transformationsfonds
  • pauschale Einsparungen in den Bundesministerien
  • mögliche Anpassungen bei Eltern- und Wohngeld

Konkrete Änderungen bei Sozialleistungen sollen erst mit einem Haushaltsbegleitgesetz festgelegt werden. Damit bleiben wichtige Verteilungsfragen vorerst offen.

Kabinett und Bundestag müssen dem Etat noch zustimmen

Das Bundeskabinett soll den Entwurf am Montag beschließen. Anschließend beginnen die Beratungen im Bundestag. Die abschließende Abstimmung über den Bundeshaushalt 2027 wird voraussichtlich im November stattfinden.

Bis dahin können Abgeordnete einzelne Ausgaben, Kürzungen und Steuerpläne verändern. Politisch dürfte besonders um Sozialleistungen, Klimamittel und die hohe Kreditaufnahme gestritten werden.

Zuvor schrieben wir über Erste Anklage gegen mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur: Serhii K. muss in Hamburg vor Gericht

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