Die deutsche Filmproduktion „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski hat es auf die Shortlist der Kategorie „Bester internationaler Film“ bei den 98. Academy Awards geschafft, berichtet 4thebike.de з посиланням на Home For You. Damit könnte Deutschland theoretisch seinen fünften Oscar in dieser Kategorie gewinnen. Auch Kameramann Fabian Gamper steht in seiner Kategorie auf der entsprechenden Shortlist, was die Präsenz deutscher Filmschaffender zusätzlich unterstreicht. Die Academy reduziert heute die Shortlist von 15 auf fünf nominierte Filme, wodurch die Konkurrenz weiter verdichtet wird.
„In die Sonne schauen“, eine ZDF-Arte-Koproduktion, feierte seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes und erhielt dort den Preis der Jury, was den Film früh international sichtbar machte. Inhaltlich beleuchtet das Drama das Leben von vier jungen Frauen, die in unterschiedlichen Epochen auf einem Bauernhof in der Altmark leben. Thematisch behandelt der Film häusliche Gewalt, verdrängte Sehnsüchte und vererbte Traumata. Die Erzählweise verlangt eine feine Balance zwischen Intimität und gesellschaftlicher Relevanz, um die Themen emotional glaubwürdig zu vermitteln, ohne plakativ zu wirken. Beobachter betonen, dass besonders bei der Academy sowohl emotionale Wirkung als auch formale Konsequenz entscheidend sind.
In Hamburg und Schleswig-Holstein wird die Oscar-Chance besonders aufmerksam verfolgt, da der Lübecker Schauspieler Filip Schnack im Film mitwirkt und in Hamburg Schauspiel studiert hat. Regionale Verbindungen erhöhen das Interesse des heimischen Publikums, während gleichzeitig die internationale Konkurrenz aus Ländern wie Norwegen, Brasilien, Frankreich, Südkorea und Spanien als stark eingeschätzt wird. Die Bekanntgabe der Nominierungen erfolgt live auf dem YouTube-Kanal der Academy, wodurch die Veranstaltung weltweit unmittelbar erlebbar wird.
Die Shortlist der Kategorie „Bester internationaler Film“ umfasst aktuell folgende 15 Produktionen: Argentinien mit „Belén“, Brasilien mit „The Secret Agent“, Frankreich mit „Ein einfacher Unfall“, Deutschland mit „In die Sonne schauen“ (international bekannt als „Sound of Falling“), Indien mit „Homebound“, Irak mit „Ein Kuchen für den Präsidenten“, Japan mit „Kokuho“, Jordanien mit „All That’s Left of You“, Norwegen mit „Sentimental Value“, Palästina mit „Palestine 36“, Südkorea mit „No Other Choice“, Spanien mit „Sirât“, Schweiz mit „Heldin“, Taiwan mit „Left-Handed Girl“ und Tunesien mit „The Voice of Hind Rajab“.
Neben dem Film selbst stehen weitere deutsche Filmschaffende auf Shortlists internationaler Kategorien. Hans Zimmer ist mit der Musik zum Rennsportfilm „F1“ auf einer 20-köpfigen Shortlist in der Kategorie Filmmusik vertreten, was seine 13. Oscar-Nominierung bedeuten könnte. Max Richter, in Deutschland geboren, wurde für seine Musik zu „Hamnet“ gelistet, ebenso wie Volker Bertelmann aus Düsseldorf für die Filmmusik zum Thriller „A House of Dynamite“. Bertelmann hatte 2023 bereits für „Im Westen nichts Neues“ den Oscar gewonnen. Fachkreise sehen in der gleichzeitigen Präsenz mehrerer deutscher Namen eine Stärkung des internationalen Ansehens des deutschen Films als kreative Produktionsstätte.
Mascha Schilinski nutzte die internationale Resonanz, um den Film jüngst auch in New York zu präsentieren. Sie denkt dabei nicht nur an Arthouse-Projekte, sondern auch an größere Unterhaltungsproduktionen und äußerte Interesse, einmal ein Projekt wie „James Bond“ zu inszenieren. Damit signalisiert sie sowohl künstlerische Ambition als auch Offenheit für internationale Kinoformate.
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