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Südkoreas Ex-Präsident Yoon Suk Yeol zu lebenslanger Haft nach Kriegsrechtsverhängung 2024

Südkoreas Ex-Präsident Yoon Suk Yeol wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er 2024 das Kriegsrecht verhängte und die Verfassung verletzt hatte.

von Mike Schwarz
Südkoreas Ex-Präsident Yoon Suk Yeol wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er 2024 das Kriegsrecht verhängte und die Verfassung verletzt hatte.

Der ehemalige Präsident Südkoreas, Yoon Suk Yeol, wurde vom Bezirksgericht in Seoul zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er im Dezember 2024 überraschend das Kriegsrecht im Land verhängt hatte, wodurch eine schwere politische Krise ausgelöst wurde, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf die zeit. Laut dem Urteil des Gerichts wird dem 65-Jährigen vorgeworfen, einen Aufstand angeführt und die Verfassung untergraben zu haben, wobei der Antrag der Staatsanwaltschaft auf die Todesstrafe abgelehnt wurde.

Die Anklage hatte Yoon vorgeworfen, das Kriegsrechtsdekret geplant zu haben, um eine dauerhafte Diktatur zu errichten. Richter Jee Kui Youn wies diesen Punkt jedoch zurück und stellte lediglich fest, dass der Tatbestand des Aufstands erfüllt sei. Yoon selbst wies die Vorwürfe vor Gericht zurück und betonte, dass die Maßnahme innerhalb seiner präsidialen Befugnisse erfolgt sei und dazu gedient habe, auf die Blockaden durch Oppositionsparteien aufmerksam zu machen.

Das Amtsenthebungsverfahren begann unmittelbar nach der kurzfristigen Verhängung des Kriegsrechts am 3. Dezember 2024. Das Parlament, das von Yoon als von „staatsfeindlichen Kräften“ infiltriert bezeichnet wurde, wurde zwar vom Militär umstellt, doch gelangten genügend Abgeordnete in den Plenarsaal, um das Dekret abzulehnen. Wenige Stunden später wurde das Kriegsrecht aufgehoben, und im April 2025 bestätigte das Verfassungsgericht die Absetzung Yoons.

Neben Yoon verurteilte das Gericht auch mehrere ehemalige Regierungsbeamte. Der frühere Verteidigungsminister Kim Yong Hyun erhielt 30 Jahre Haft, der ehemalige Geheimdienstchef Roh Sang Won 18 Jahre, der ehemalige Polizeichef Cho Ji Ho zwölf Jahre und der frühere Polizeichef von Seoul, Kim Bong Sik, zehn Jahre Haft. Mok Hyun Tae, früherer Leiter der Polizeischutzabteilung der Nationalversammlung, wurde zu drei Jahren verurteilt. Die Angeklagten haben laut Gericht eine Woche Zeit, Berufung einzulegen.0

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