Nidal Hasan Hinrichtung soll am 3. Dezember 2026 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas stattfinden. Das Pentagon plant, die Exekution durch ein Erschießungskommando live im Internet zu übertragen, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet. Die Pläne wurden unter anderem von Reuters bestätigt.
Pentagon kündigt öffentlichen Livestream der Hinrichtung an
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor angekündigt, die Vollstreckung solle öffentlich verfolgt werden können.
Ein Pentagon-Beamter bestätigte anschließend, dass eine Liveübertragung vorgesehen ist. Details zur Plattform wurden bislang nicht veröffentlicht.
Hasan soll durch ein militärisches Erschießungskommando hingerichtet werden. Präsident Donald Trump hatte die Vollstreckung der Todesstrafe genehmigt.
Die wichtigsten Daten des Falls:
| Punkt | Stand |
|---|---|
| Geplanter Termin | 3. Dezember 2026 |
| Ort | Fort Hood, Texas |
| Verurteilter | Nidal Malik Hasan |
| Hinrichtungsart | Erschießungskommando |
| Übertragung | Livestream angekündigt |
| Todesurteil | 2013 |
Noch können rechtliche Schritte Auswirkungen auf den Termin haben. Die Durchführung bleibt daher bis zur Vollstreckung grundsätzlich veränderbar.
Warum wurde Nidal Hasan zum Tode verurteilt?
Hasan war früher Major und Psychiater der US-Armee. Am 5. November 2009 eröffnete er in Fort Hood das Feuer.
13 Menschen wurden getötet, weitere 32 verletzt. Ein Militärgericht verurteilte Hasan 2013 wegen vorsätzlichen Mordes und versuchten Mordes zum Tode.
Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte 2025 eine weitere Prüfung seines Falls ab. Damit blieb das Todesurteil bestehen.

Erste US-Militärhinrichtung seit 1961
Sollte die Exekution stattfinden, wäre sie historisch ungewöhnlich.
Die US-Streitkräfte haben seit 1961 keine Todesstrafe mehr vollstreckt. Damals wurde der Soldat John Bennett durch Erhängen hingerichtet.
Die letzte Hinrichtung durch ein militärisches Erschießungskommando fand sogar 1945 statt.
Eine öffentlich verfügbare Liveübertragung wäre nochmals eine neue Dimension. Nach Angaben der Associated Press wurde bislang keine staatliche oder bundesweite Hinrichtung in den USA im Fernsehen übertragen.
UN kritisiert geplanten Livestream scharf
Die angekündigte Übertragung löst inzwischen internationale Kritik aus.
Das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte erklärte gegenüber AFP, eine Liveübertragung komme einer öffentlichen Hinrichtung gleich.
Die Organisation sieht darin einen möglichen Verstoß gegen das absolute Folterverbot.
Auch Menschenrechtsorganisationen kritisieren öffentliche Exekutionen seit Jahren. Nach Angaben von Amnesty International wurden 2025 mindestens 17 öffentliche Hinrichtungen dokumentiert.
Damit geht die Debatte inzwischen über die Todesstrafe selbst hinaus. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, ob eine Exekution bewusst zum öffentlichen Ereignis gemacht werden darf.
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