Ungarn will nach dem Machtwechsel wieder als verlässlicher Partner der EU auftreten. Beim Besuch in Berlin versprach Ministerpräsident Peter Magyar einen klaren Kurswechsel nach 16 Jahren Viktor Orbán. Kanzler Friedrich Merz sagte Unterstützung zu, verlangte aber Bewegung in der Ukraine-Politik, wie die Redaktion von 4thebike.de einordnet.
Magyar verspricht neuen Kurs in Europa
Magyar sagte in Berlin, Ungarn werde nicht mehr „aus Prinzip“ ein Veto einlegen. Das ist ein wichtiges Signal an Brüssel. Unter Orbán hatte Budapest wiederholt EU-Beschlüsse blockiert, besonders bei der Ukraine-Hilfe. Magyar betonte zugleich, sein Land werde weiter keine Waffen oder Soldaten in die Ukraine schicken.
Der neue Ton ist freundlich, aber nicht konfliktfrei.
Wichtig bleiben diese Punkte:
- Ungarn will wieder konstruktiver EU-Partner sein.
- Magyar setzt auf Verhandlungen statt Blockaden.
- Bei der Ukraine bleibt Budapest vorsichtig.
- Minderheitenrechte der Ungarn in der Ukraine bleiben Bedingung.
- Merz sieht Magyars Wahlsieg als Signal für Europa.
Nach dem Treffen bleibt offen, wie schnell Budapest seine Linie in Brüssel ändert. Magyar sprach jedoch von einem möglichen neuen Kapitel mit Kyjiw. Reuters berichtete zudem, dass Magyar zu einem Treffen mit Wolodymyr Selenskyj bereit sei.

Merz fordert Bewegung bei Ukraine-Fragen
Merz will Ungarn „zurück in die Mitte Europas“ begleiten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Deutschland auf eine gemeinsame europäische Ukraine-Politik setzt. Genau dort liegt der schwierigste Teil des Neustarts.
| Thema | Position Magyars |
|---|---|
| EU-Politik | Konstruktiver Partner statt Blockade |
| Ukraine-Hilfe | Keine Waffen aus Ungarn |
| EU-Beitritt der Ukraine | Zustimmung erst bei Minderheitenrechten |
| Innenpolitik | Systemwechsel nach Orbán angekündigt |
Der Besuch zeigt, wie groß die Erwartungen an Magyar sind. Er muss Brüssel beruhigen, Berlin überzeugen und daheim alte Machtstrukturen abbauen. Auch der Konflikt mit Staatspräsident Tamás Sulyok bleibt ein innenpolitischer Stresstest.
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