Deutschland scheitert mit Bewerbung für UN-Sicherheitsrat und verpasst erstmals seit der Wiedervereinigung einen nicht-ständigen Sitz im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen. Bei der Abstimmung in New York lagen Portugal und Österreich deutlich vor der Bundesrepublik, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet.
Abstimmung in New York
Portugal erhielt 134 Stimmen, Österreich kam auf 131 Stimmen. Deutschland erreichte nur 104 Stimmen und verfehlte damit die notwendige Zweidrittelmehrheit. Gewählt wurden zudem Simbabwe sowie Trinidad und Tobago. In der Asien-Gruppe gab es zunächst keine Entscheidung.
Reaktion aus Berlin
Bundeskanzler Friedrich Merz gratulierte den gewählten Staaten und betonte, Deutschland bleibe ein verlässlicher Stützpfeiler des multilateralen Systems. Die Aufgaben in den Vereinten Nationen änderten sich durch dieses Ergebnis nicht. Außenpolitisch ist die Niederlage dennoch ein schwerer Rückschlag.
Warum Deutschland verlor
Mehrere Faktoren belasteten die deutsche Bewerbung. Österreich und Portugal hatten ihre Kandidaturen deutlich früher angekündigt. Zudem wurde Deutschland international für seine Haltung im Gaza-Krieg und Kürzungen bei humanitärer Hilfe kritisiert.
Wichtige Punkte der Wahl:
- Portugal gewann mit 134 Stimmen.
- Österreich erhielt 131 Stimmen.
- Deutschland kam nur auf 104 Stimmen.
- Benötigt wurde eine Zweidrittelmehrheit.
- Der Sitz wäre für 2027 und 2028 gewesen.
Das Ergebnis zeigt, dass wirtschaftliche Stärke allein nicht reicht. Für eine Wahl in den UN-Sicherheitsrat zählt auch langfristiges Vertrauen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
| Land | Stimmen | Ergebnis |
|---|---|---|
| Portugal | 134 | gewählt |
| Österreich | 131 | gewählt |
| Deutschland | 104 | nicht gewählt |
Nach der Abstimmung sprach die Union von einem bedauerlichen Ergebnis. Die Grünen werteten die Niederlage als Zeichen für verlorenes Vertrauen. Für die Bundesregierung wird die UN-Abstimmung damit auch zu einem Test ihrer Außenpolitik.
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