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Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Cem Özdemir fordert CDU-Spitzenkandidat Hagel heraus

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026: Spannung zwischen Grünen und CDU, Wirtschaftsfragen prägen Wahlkampf, junge Wähler erstmals ab 16 dabei.

von Mike Schwarz
Landtagswahl Baden-Württemberg 2026: Spannung zwischen Grünen und CDU, Wirtschaftsfragen prägen Wahlkampf, junge Wähler erstmals ab 16 dabei.

Am 8. März 2026 wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag, und damit endet die Ära von Winfried Kretschmann. Der 77-jährige Politiker der Grünen, der seit über 15 Jahren als Ministerpräsident das drittgrößte Bundesland Deutschlands regierte, tritt nicht mehr zur Wahl an, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die tagesschau. Lange Zeit schien die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel vorn zu liegen, doch die Grünen unter Cem Özdemir haben in den letzten Umfragen deutlich aufgeholt, wodurch der Wahlabend besonders spannend wird. Laut einer Vorwahlumfrage der ARD liegt die CDU nur noch einen Prozentpunkt vor den Grünen.

Die Sonntagsfrage von infratest dimap zeigt, dass die Grünen mit Özdemir derzeit 27 Prozent der Stimmen erreichen, die CDU 28 Prozent, die AfD ihren Anteil fast verdoppelt auf 18 Prozent und die SPD auf 7 Prozent sinkt – ihr bisher schlechtestes Ergebnis. Die Linke könnte mit 5,5 Prozent erstmals in den Landtag einziehen, während die FDP, die seit dem vergangenen Jahr nicht mehr im Bundestag vertreten ist, bei sechs Prozent liegt. Chancen für den Einzug des BSW werden als gering eingeschätzt.

Der kommende Ministerpräsident, ob Hagel oder Özdemir, übernimmt Verantwortung für ein Bundesland mit 11,2 Millionen Einwohnern, das trotz wirtschaftlicher Herausforderungen vergleichsweise stabil ist. 2024 betrug das Bruttoinlandsprodukt rund 650 Milliarden Euro, was über 15 Prozent der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung entspricht. In Baden-Württemberg haben Unternehmen wie Daimler, Porsche, Bosch und SAP ihre Zentralen, und das Land gilt als Zentrum mittelständischer Weltmarktführer in Spezialbranchen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 6,6 Prozent, dennoch ist dies die höchste Erwerbslosigkeit seit 2007. Die Abhängigkeit vom Export, Probleme in der Automobilindustrie und steigende Arbeitslosigkeit prägen die politischen Diskussionen im Wahlkampf, wobei wirtschaftliche Themen für die Wähler höchste Priorität haben.

Rund 7,7 Millionen Menschen sind erstmals wahlberechtigt, darunter etwa 650.000 junge Menschen ab 16 Jahren. Gewählt werden kann, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, mindestens drei Monate seinen Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg hat und im Wählerverzeichnis der Gemeinde eingetragen ist. Erstmals können die Bürgerinnen und Bürger zwei Stimmen abgeben: Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei. Das Land ist in 70 Wahlkreise unterteilt, und die Parteien stellen hierfür Direktkandidaten sowie Landeslisten auf. Mindestens 120 Sitze müssen im Landtag besetzt werden; aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten hat der Landtag derzeit über 150 Abgeordnete.

Bei den Spitzenkandidaten der Parteien dominieren Männer. Cem Özdemir bringt jahrzehntelange Erfahrung aus Bundestag und Europaparlament mit. Er war 2008–2018 Bundesvorsitzender der Grünen und von 2021 bis 2025 Bundesagrarminister. Bei der CDU tritt Manuel Hagel an, der seit zehn Jahren im Landtag sitzt, zuletzt als Fraktionschef, und als Landesvorsitzender seiner Partei fungiert. Die AfD setzt auf Markus Frohnmaier, die SPD auf Andreas Stoch. Die FDP geht mit Hans-Ulrich Rülke ins Rennen, während die Linke erstmals ein Frauentrio – Kim Sophie Bohnen, Amelie Vollmer und Mersedeh Ghazaei – nominiert hat.

Zuvor schrieben wir über ZDF-Fernsehgarten Mainz 2026: Wo kann man Tickets kaufen und wann laufen die Shows?

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