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Arbeitszeitgesetz: Bas-Entwurf löst Streit in der Koalition aus

Arbeitszeitgesetz: Bas-Entwurf zur Wochenarbeitszeit sorgt für Streit in Schwarz-Rot. Union kritisiert Tarifbindung und Zeiterfassung.

von Mike Schwarz
Arbeitszeitgesetz: Bas-Entwurf zur Wochenarbeitszeit sorgt für Streit in Schwarz-Rot. Union kritisiert Tarifbindung und Zeiterfassung.

Arbeitszeitgesetz und Wochenarbeitszeit werden zum ersten großen Belastungstest für Schwarz-Rot: Ein interner Entwurf aus dem Bundesarbeitsministerium sieht mehr Flexibilität nur über Tarifverträge vor. Damit bleibt der Acht-Stunden-Tag als Grundregel bestehen, wie die Redaktion von 4thebike.de einordnet.

Was der Entwurf vorsieht

Arbeitsministerin Bärbel Bas will Abweichungen von der täglichen Höchstarbeitszeit offenbar an Tarifverträge knüpfen. Arbeitgeber und Gewerkschaften könnten dann andere Modelle vereinbaren, etwa eine wöchentliche Höchstarbeitszeit.

Zugleich sollen Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten grundsätzlich elektronisch erfassen. Vertrauensarbeitszeit soll möglich bleiben, aber nicht ohne Nachweis der geleisteten Stunden.

PunktGeplante Regelung
Acht-Stunden-Tagbleibt Grundregel
Wochenarbeitszeitnur über Tarifvertrag möglich
Zeiterfassunggrundsätzlich elektronisch
Nächster SchrittRessortabstimmung

Damit reagiert das Ministerium auch auf Vorgaben aus der Rechtsprechung. Für Betriebe bedeutet der Entwurf mehr Dokumentation, aber keine automatische Freigabe langer Arbeitstage.

Arbeitszeitgesetz: Bas-Entwurf löst Streit in der Koalition aus

Warum die Union den Entwurf ablehnt

In der Union stößt der Entwurf auf scharfe Kritik. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht darin keine Grundlage für die weitere Koalitionsarbeit. Auch Gitta Connemann kritisiert, der Text belaste den Mittelstand.

Der Streit dreht sich vor allem um 3 Punkte:

  • Tarifbindung als Voraussetzung für flexiblere Arbeitszeiten
  • elektronische Arbeitszeiterfassung als neue Pflicht
  • Sorge vor zusätzlicher Bürokratie für kleine Betriebe

Nach Darstellung der Union sollte die Reform breiter greifen. Die SPD verweist dagegen auf Schutzregeln für Beschäftigte und auf die Rolle der Tarifpartner.

Was jetzt politisch folgt

Der Entwurf ist noch keine beschlossene Regierungslinie. Das Ministerium spricht von einer internen Arbeitsfassung, die noch nicht mit anderen Ressorts abgestimmt sei.

Nach der Ressortabstimmung könnte das Kabinett entscheiden. Erst danach würde der Bundestag über das neue Arbeitszeitgesetz beraten. Bis dahin bleibt offen, ob Schwarz-Rot einen Kompromiss zwischen Flexibilität, Tarifbindung und Kontrolle findet.

Zuvor schrieben wir über Wann startet Shrek 5 in Deutschland? Kinotermin, Cast und Story im Überblick

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