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Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman findet statt: Bayreuth nimmt Absage zurück

Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman findet am 26. Juli in Bayreuth statt. Katharina Wagner entschuldigte sich nach heftiger Kritik.

von Mike Schwarz
Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman findet am 26. Juli in Bayreuth statt. Katharina Wagner entschuldigte sich nach heftiger Kritik.

Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman findet am 26. Juli 2026 nun doch bei den Bayreuther Festspielen statt. Die Leitung nahm ihre umstrittene Absage nach massiver Kritik zurück, berichtet die Redaktion 4thebike.de.

Katharina Wagner entschuldigt sich bei Friedman

Festspielleiterin Katharina Wagner bestätigte den ursprünglichen Termin am Vormittag des 26. Juli. Zuvor entschuldigte sie sich telefonisch bei Friedman für die Fehleinschätzungen und fatalen Nachrichten.

Der Publizist nahm die Entschuldigung nach kurzer Bedenkzeit an. „Wenn sich jemand bewegt, sollte man sich mitbewegen“, erklärte Friedman gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Die Veranstaltung „Verstummte Stimmen“ erinnert an jüdische Musiker, die während der NS-Zeit verfolgt wurden. Friedman soll über folgende Themen sprechen:

  • Antisemitismus und Richard Wagner
  • jüdische Künstler bei den Festspielen
  • Bayreuths Verbindungen zum Nationalsozialismus
  • Verantwortung kultureller Institutionen

Damit kehrt ein zentraler Programmpunkt zum 150-jährigen Jubiläum der Festspiele zurück. Das Gedenken findet vor der Aufführung von Wagners Oper „Rienzi“ statt.

Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman findet statt: Bayreuth nimmt Absage zurück

Sicherheitsbedenken lösten heftige Kritik aus

Die Geschäftsführung hatte die Absage zunächst mit Sicherheitsproblemen begründet. Zwei große Veranstaltungen an einem Tag seien organisatorisch nicht zu bewältigen.

PunktAktueller Stand
Termin26. Juli 2026
RednerMichel Friedman
Anlass150 Jahre Bayreuther Festspiele
ThemaAntisemitismus und NS-Vergangenheit

Friedman bezeichnete Absagen aus Sicherheitsgründen als gefährlich für eine Demokratie. Auch Bayerns Kunstminister Markus Blume forderte eine Lösung.

Charlotte Knobloch sprach sogar von einer „Bankrotterklärung“. Die Präsidentin der Münchner Kultusgemeinde kritisierte besonders den Umgang mit Friedmans Einladung.

Bayreuth stellt sich erneut seiner Vergangenheit

Richard Wagner veröffentlichte antisemitische Schriften und verbreitete judenfeindliche Positionen. Später pflegten die Festspiele enge Beziehungen zum Nationalsozialismus.

Adolf Hitler besuchte Bayreuth regelmäßig. Deshalb besitzt Friedmans Rede eine Bedeutung, die weit über das Jubiläumsprogramm hinausreicht.

Zuvor schrieben wir über Arbeitszeitgesetz: Bas-Entwurf löst Streit in der Koalition aus

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