Jordan Bardella steht nach einer Recherche von Mediapart unter erheblichem politischen Druck. Das französische Investigativmedium schreibt ihm antisemitische und verschwörungsideologische Nachrichten aus seiner Jugend zu. Der RN-Chef weist die Vorwürfe entschieden zurück und spricht von Fälschungen, berichtet 4thebike.de.
Was Mediapart Jordan Bardella vorwirft
Mediapart veröffentlichte die Recherche am 28. September 2026. Die Redaktion beruft sich auf private Gespräche und Aussagen mehrerer Quellen.
Die Bardella zugeschriebenen Nachrichten stammen demnach aus den Jahren seiner frühen politischen Tätigkeit beim damaligen Front National. Darin sollen antisemitische Verschwörungserzählungen verbreitet worden sein.
Zu den zentralen Punkten der Recherche gehören:
- Mediapart ordnet mehrere Nachrichten Bardella zu.
- Ein Teil der Texte soll aus dem Jahr 2013 stammen.
- Auch Alain Soral soll in damaligen Gesprächen eine Rolle gespielt haben.
- Bardella bestreitet, die veröffentlichten Aussagen verfasst zu haben.
Die Urheberschaft der Nachrichten ist damit politisch und juristisch umstritten.
Bardella spricht von Fälschungen
Bardella reagierte unmittelbar. Er bezeichnete die ihm zugeschriebenen Texte als „faux grossiers“, also grobe Fälschungen, und kündigte rechtliche Schritte wegen Verleumdung an.
Auch Le Monde berichtete über seine Zurückweisung der Vorwürfe. Bardella argumentiert, seine politische Vergangenheit sei über Jahre intensiv untersucht worden, ohne dass vergleichbare Aussagen zuvor nachgewiesen worden seien.
| Punkt | Stand |
|---|---|
| Veröffentlichung | 28. September 2026 |
| Quelle der Vorwürfe | Mediapart |
| Zeitraum der Nachrichten | vor allem ab 2013 |
| Position Bardellas | bestreitet die Urheberschaft |
| Juristische Reaktion | Verleumdungsklage angekündigt |
| Politische Partei | Rassemblement National |
Damit steht bislang Aussage gegen Aussage. Mediapart hält an seiner Recherche fest, während Bardella eine gezielte politische Attacke vermutet.

Mediapart verteidigt seine Recherche
Fabrice Arfi, einer der führenden Investigativjournalisten des Portals, verteidigte die Veröffentlichung am 30. September. Nach Angaben von Le Monde stützt sich die Recherche auf verschiedene Quellen und rekonstruierte digitale Kommunikation.
Der Fall trifft den Rassemblement National an einem sensiblen Punkt. Marine Le Pen versucht seit Jahren, die Partei von antisemitischen Aussagen und Teilen ihrer historischen Vergangenheit zu distanzieren.
Die neuen Vorwürfe könnten deshalb die Debatte über diese Strategie erneut verschärfen. Ob die Bardella zugeschriebenen Nachrichten tatsächlich von ihm stammen, dürfte nun auch Gegenstand der juristischen Auseinandersetzung werden.
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