Startseite DeutschlandDrohnenanschlag Leipzig/Halle: Moskau bestellt deutschen Diplomaten wegen Sanktionen ein

Drohnenanschlag Leipzig/Halle: Moskau bestellt deutschen Diplomaten wegen Sanktionen ein

Drohnenanschlag Leipzig/Halle: Moskau bestellt deutschen Diplomaten ein. Berlin verschärft Sanktionen, Russland kündigt Gegenmaßnahmen an.

von Mike Schwarz
Drohnenanschlag Leipzig/Halle: Moskau bestellt deutschen Diplomaten ein. Berlin verschärft Sanktionen, Russland kündigt Gegenmaßnahmen an.

Drohnenanschlag Leipzig/Halle verschärft den diplomatischen Konflikt zwischen Deutschland und Russland. Moskau hat den deutschen Geschäftsträger Bernd Finke ins Außenministerium einbestellt. Anlass sind die von Berlin angekündigten Strafmaßnahmen gegen Russland, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet

Nach Angaben von Tagesschau spricht das russische Außenministerium von „antirussischen Handlungen und Äußerungen“ der deutschen Führung. Ein Video zeigte Finke bei seiner Ankunft im Ministerium. Botschafter Clemens von Goetze befand sich dem Bericht zufolge nicht in Moskau.

Deutschland verschärft Sanktionen gegen Russland

Berlin macht Russland für den versuchten Angriff am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Innenminister Alexander Dobrindt und Außenminister Johann Wadephul präsentierten deshalb mehrere Gegenmaßnahmen.

Das Auswärtige Amt bestätigte unter anderem folgende Schritte:

  • Das russische Generalkonsulat in Bonn soll am 18. September schließen.
  • Der Vertrag für das Russische Haus in Berlin wird beendet.
  • Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige sollen verschärft werden.
  • Deutschland will weitere EU-Sanktionen vorantreiben.
  • Der Druck auf Russlands sogenannte Schattenflotte soll steigen.

Die Maßnahmen gehen damit deutlich über eine diplomatische Protestnote hinaus. Berlin verbindet den Fall mit dem größeren Komplex hybrider Angriffe in Europa.

Was Moskau jetzt gegen Deutschland plant

Russland bestreitet jede Beteiligung am Drohnenanschlag Leipzig/Halle. Präsident Wladimir Putin bezeichnete die deutschen Maßnahmen als „erneuten schweren Fehler“. Moskau kündigte zugleich Gegenmaßnahmen an.

Welche Einrichtungen betroffen sein könnten, ist bislang nicht offiziell entschieden.

Mögliche MaßnahmeStatus
Goethe-Institut in Russlandals möglich genannt
Deutsches Generalkonsulat St. Petersburgals möglich genannt
Weitere diplomatische Schritteoffen
Russische Gegenmaßnahmengrundsätzlich angekündigt

Eine Schließung deutscher Einrichtungen wäre keine ungewöhnliche Eskalationsstufe. Deutschland und Russland hatten bereits früher gegenseitig Konsulate geschlossen.

Drohnenanschlag Leipzig/Halle: Moskau bestellt deutschen Diplomaten wegen Sanktionen ein

Ermittler identifizieren 2 Verdächtige

Parallel gewinnen die Ermittlungen an Kontur. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung haben Sicherheitsbehörden mehrere Personen mit Russland-Verbindungen im Visier.

ZDF berichtet inzwischen von 2 identifizierten Verdächtigen. Einer soll ein gebürtiger Russe mit lettischem Pass sein. Der zweite Mann stammt demnach aus Belarus und besitzt einen russischen Pass.

Am Tatort fanden Ermittler unter anderem DNA-Spuren. Sie wurden an einer Drohne, Sprengstoffteilen und technischer Ausrüstung gesichert. Treffer in europäischen Datenbanken trugen zur Identifizierung bei.

EU berät weitere Sanktionen nach Leipzig

Der Konflikt beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf Berlin und Moskau. Die EU-Außenminister beraten über zusätzliche Sanktionen gegen Russland. Kaja Kallas erklärte, die EU-Staaten stünden hinter Deutschland.

Damit entwickelt sich der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle zu einer neuen Belastungsprobe für die Beziehungen zwischen Russland, Deutschland und der EU.

Zuvor schrieben wir über E-Bike kaufen Hamburg 2026: Preise, Akkus und Tipps für die richtige Wahl

Das könnte dir auch gefallen