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Taliban führen erstmals Gespräche mit EU-Kommission über Abschiebungen

Taliban-Gespräche mit der EU-Kommission: In Brüssel ging es erstmals um Abschiebungen, Reisedokumente und neue afghanische Diplomaten.

von Mike Schwarz
Taliban-Gespräche mit der EU-Kommission: In Brüssel ging es erstmals um Abschiebungen, Reisedokumente und neue afghanische Diplomaten.

Taliban-Gespräche mit der EU-Kommission haben am 23. Juni 2026 erstmals in Brüssel stattgefunden. Im Mittelpunkt standen Abschiebungen, Reisedokumente und konsularische Vertretungen, berichtet die Redaktion 4thebike.de.

EU bezeichnet das Treffen als technischen Austausch

Eine fünfköpfige Taliban-Delegation traf Vertreter der EU-Kommission, Schwedens und mehrerer Mitgliedstaaten. Delegationsleiter Abdul Qahar Balkhi bezeichnete den Besuch als historisch.

Die Taliban sprachen von einer „würdevollen Rückkehr“ afghanischer Staatsbürger. Gemeint sind Rückführungen aus Europa nach Afghanistan.

Die EU erkennt die Taliban weiterhin nicht als legitime Regierung an. Deshalb wurde das Treffen ausdrücklich als Austausch auf technischer Ebene bezeichnet.

Taliban führen erstmals Gespräche mit EU-Kommission über Abschiebungen

Abschiebungen und Diplomaten stehen im Mittelpunkt

Die Gespräche behandelten mehrere praktische Fragen:

  • Identifizierung afghanischer Staatsbürger
  • Ausstellung notwendiger Reisedokumente
  • Organisation künftiger Rückführungen
  • konsularische Betreuung von Afghanen in Europa

Die Taliban wollen dafür eigene Diplomaten in weitere europäische Botschaften entsenden. Ohne autorisierte Vertreter seien konsularische Dienstleistungen und Abschiebungen kaum möglich, erklärte Balkhi.

ThemaPosition
AbschiebungenEU will Rückführungen erleichtern
KonsulateTaliban fordern eigene Diplomaten
AnerkennungEU lehnt politische Anerkennung ab
ZielgruppeStraftäter und Sicherheitsgefährder

Das Treffen könnte weitere Kontakte ermöglichen. Eine diplomatische Anerkennung der Taliban ist damit jedoch nicht verbunden.

Menschenrechtsgruppen kritisieren Brüsseler Treffen

Amnesty International fordert einen vollständigen Stopp der Abschiebungspläne. Rückkehrer könnten in Afghanistan Verfolgung, Haft oder Misshandlungen ausgesetzt sein.

Seit ihrer Machtübernahme 2021 beschränken die Taliban systematisch die Rechte von Frauen und Mädchen. Kritiker fürchten, dass direkte Verhandlungen das Regime politisch aufwerten.

Zuvor schrieben wir über House of the Dragon Staffel 3 gestartet: Wo die neuen Folgen in Deutschland laufen

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