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Ronald Rauhe wird neuer Sportstaatsminister im Kanzleramt

Ronald Rauhe Sportstaatsminister: Der zweifache Kanu-Olympiasieger übernimmt im Kanzleramt Sport und Ehrenamt vor der deutschen Olympia-Entscheidung.

von Mike Schwarz
Ronald Rauhe Sportstaatsminister: Der zweifache Kanu-Olympiasieger übernimmt im Kanzleramt Sport und Ehrenamt vor der deutschen Olympia-Entscheidung.

Ronald Rauhe wird neuer Sportstaatsminister im Kanzleramt und übernimmt eines der sichtbarsten Ämter der deutschen Sportpolitik. Der 44-Jährige kommt aus dem Spitzensport und bringt bislang kaum klassische Regierungserfahrung mit. Bundeskanzler Friedrich Merz setzt bewusst auf praktische Sportkompetenz, wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet.

Die Bundesregierung bestätigte die Ernennung am 3. September 2026. Rauhe ist ab sofort für Sport- und Ehrenamtspolitik zuständig. Merz bezeichnete Sport dabei als wichtiges Aufgabenfeld der Bundesregierung. Das geht aus der offiziellen Mitteilung der Bundesregierung hervor.

Vom Olympiasieger ins Kanzleramt

Der Olympiasieger Ronald Rauhe kennt Leistungssport aus eigener Erfahrung. 2004 gewann er in Athen Gold im Zweier-Kajak über 500 Meter. 2021 folgte in Tokio Gold im Vierer über dieselbe Distanz.

Seine wichtigsten sportlichen Stationen zeigen die Dimension seiner Karriere:

JahrErfolg
2000Olympia-Bronze im K2
2004Olympia-Gold im K2
2008Olympia-Silber im K2
2016Olympia-Bronze im K1
2021Olympia-Gold im K4

Insgesamt gewann Rauhe 16 WM-Titel. Seine aktive Karriere beendete er nach den Spielen von Tokio. Der Deutsche Kanu-Verband führt zudem zahlreiche EM- und nationale Titel in seiner offiziellen Athletenbilanz.

Ronald Rauhe wird neuer Sportstaatsminister im Kanzleramt

Olympia-Bewerbung setzt Rauhe sofort unter Zeitdruck

Für den neuen Staatsminister für Sport und Ehrenamt beginnt die politische Arbeit ohne Schonfrist. Mehrere große Projekte befinden sich bereits in entscheidenden Phasen.

Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören:

  • die deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele;
  • die weitere Reform des deutschen Spitzensports;
  • bessere Bedingungen für Millionen ehrenamtlich Engagierte.

Besonders knapp ist der Zeitplan bei Olympia. Der DOSB entscheidet am 26. September 2026 über den deutschen Kandidaten. Im Rennen sind Berlin, München und KölnRheinRuhr. Das bestätigt der Deutsche Olympische Sportbund.

Deutschland interessiert sich für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Damit wird die Olympia-Bewerbung Deutschland zu Rauhes erstem großen politischen Belastungstest, berichtet spowo.ch.

Rauhe folgt auf Christiane Schenderlein

Rauhe übernimmt das Amt von Christiane Schenderlein. Sie wechselte Ende Juli als parlamentarische Staatssekretärin ins Gesundheitsministerium.

Die wochenlange Vakanz hatte im deutschen Sport Kritik ausgelöst. Kurz vor der Olympia-Entscheidung fehlte damit die politische Führung im Kanzleramt. Auch die Sportschau berichtete über die Personalentscheidung und den Zeitdruck.

Rauhe kündigte zugleich einen stärkeren Einsatz für das Ehrenamt an. Freiwillig Engagierte verdienten „weniger Hürden, mehr Unterstützung und vor allem unsere volle Wertschätzung“.

Zuvor schrieben wir über Drohnenanschlag Leipzig/Halle: Moskau bestellt deutschen Diplomaten wegen Sanktionen ein

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