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USA zahlen mehr Zinsen als für Verteidigung: US-Schulden steigen über 40 Billionen Dollar

US-Staatsschulden übersteigen 40 Billionen Dollar. 2026 zahlt Washington mehr für Zinsen als für Verteidigung und verliert finanziellen Spielraum.

von Mike Schwarz
US-Staatsschulden übersteigen 40 Billionen Dollar. 2026 zahlt Washington mehr für Zinsen als für Verteidigung und verliert finanziellen Spielraum.

US-Staatsschulden haben erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten. Dadurch wird der Schuldendienst selbst zu einem der größten Haushaltsposten. 2026 dürften die Nettozinsausgaben über 1 Billion Dollar erreichen, berichtet die Redaktion von 4thebike.de.

US-Staatsschulden steigen auf mehr als 40 Billionen Dollar

Nach aktuellen Daten des US-Finanzministeriums hat die amerikanische Staatsverschuldung einen historischen Höchststand erreicht. Im August wurde erstmals die Schwelle von 40 Billionen Dollar überschritten.

Damit entfallen rechnerisch rund 120.000 Dollar Schulden auf jeden Einwohner. Noch Ende der 1990er-Jahre erzielte Washington unter Bill Clinton Haushaltsüberschüsse.

Danach änderte sich die Entwicklung grundlegend. Mehrere Faktoren ließen Defizite und Schulden über Jahrzehnte wachsen:

  • Kriege und höhere Verteidigungsausgaben;
  • Konjunkturprogramme und Corona-Hilfen;
  • steigende Sozial- und Gesundheitsausgaben;
  • wiederholte Steuersenkungen;
  • höhere Finanzierungskosten.

Das eigentliche Problem ist inzwischen nicht nur der Schuldenstand. Immer größere Beträge werden benötigt, um bereits bestehende Verpflichtungen zu finanzieren.

Zinsausgaben übersteigen die Verteidigungsausgaben

Das Congressional Budget Office erwartet für 2026 Nettozinsausgaben von mehr als 1 Billion Dollar. Die gesamten Verteidigungsausgaben werden dagegen auf rund 918 Milliarden Dollar geschätzt.

Haushaltsposten 2026Geschätzte Ausgaben
Nettozinsenüber 1 Billion Dollar
Verteidigungrund 918 Milliarden Dollar
Nettozinsen pro Tagrund 2,7 Milliarden Dollar

Damit zahlt Washington inzwischen mehr für Zinsen als für die gesamte Verteidigung. Höhere Renditen neuer Staatsanleihen können diese Belastung zusätzlich vergrößern, berichtet die renewz.de.

Jede Refinanzierung älterer, günstigerer Schulden zu höheren Zinssätzen verteuert den Schuldendienst. Weniger Geld bleibt dadurch für Infrastruktur, Bildung oder Forschung.

USA zahlen mehr Zinsen als für Verteidigung: US-Schulden steigen über 40 Billionen Dollar

Warum die USA trotz Rekordschulden zahlungsfähig bleiben

Eine klassische Staatspleite gilt dennoch nicht als unmittelbar wahrscheinlich. Die USA verschulden sich hauptsächlich in ihrer eigenen Währung.

Das Finanzministerium kann Dollar-Anleihen ausgeben, während die Federal Reserve Liquidität im Dollar-System bereitstellen kann. Das beseitigt jedoch nicht die wirtschaftlichen Folgen steigender Schulden.

Entscheidend wird deshalb, wie groß der Anteil der Zinsen am Bundeshaushalt künftig wird. Das CBO erwartet bis 2036 einen weiteren deutlichen Anstieg.

Je höher die Finanzierungskosten steigen, desto kleiner wird der politische Spielraum für neue Investitionen.

Washington steht vor schwierigen Entscheidungen

Eine schnelle Lösung gibt es nicht. Dauerhaft niedrigere Defizite erfordern geringere Ausgaben, höhere Einnahmen oder eine Kombination beider Maßnahmen.

Die Entwicklung wird deshalb auch an den Anleihemärkten genau beobachtet. Reuters berichtete bereits über schwächere Nachfrage ausländischer Investoren und steigende Finanzierungskosten.

Auch die ARD-Tagesschau verweist auf die wachsende Belastung des Bundeshaushalts. Der Schuldenstand allein entscheidet nicht über eine Krise. Die Kosten seiner Finanzierung werden jedoch immer schwerer zu ignorieren.

Zuvor schrieben wir über VfB Stuttgart gegen 1. FC Köln: 4:1 nach spektakulären Toren

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