Olympia 2036 in Deutschland bekommt neue politische Unterstützung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine bisherige Zurückhaltung aufgegeben und spricht sich nun für eine deutsche Bewerbung aus. Historische Bedenken wegen des 100. Jahrestages der Olympischen Spiele von 1936 bestehen zwar weiterhin. Dennoch ist Steinmeier überzeugt, dass Deutschland verantwortungsvoll mit diesem Datum umgehen kann. Wie die Redaktion von 4thebike.de berichtet, könnte die neue Position die Chancen einer deutschen Bewerbung deutlich stärken.
Steinmeier vollzieht Kurswechsel
Noch zu Jahresbeginn hatte Steinmeier Zweifel an Olympischen Spielen 2036 geäußert. Der Bundespräsident verwies damals auf die historische Belastung des Jahres. Die Spiele von 1936 wurden vom NS-Regime für Propagandazwecke genutzt.
Nun sieht Steinmeier die Situation anders. Er betonte, Deutschland verfüge über moderne Sportstätten und sportbegeisterte Menschen. Zudem erinnerte er an die erfolgreiche Ausrichtung großer Sportereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

DOSB bereitet wichtige Entscheidung vor
Der Deutsche Olympische Sportbund will am 26. September über die weitere Bewerbungsstrategie entscheiden.
Aktuell befinden sich noch drei deutsche Kandidaten im Rennen:
- Berlin
- München
- Köln/Rhein-Ruhr
Hamburg hatte seine Bewerbung nach einem negativen Referendum zurückgezogen. Die Mehrheit der Bürger sprach sich gegen Olympia aus.
| Bewerber | Aktueller Status |
|---|---|
| Berlin | Im Rennen |
| München | Im Rennen |
| Köln/Rhein-Ruhr | Im Rennen |
| Hamburg | Ausgeschieden |
Die Entscheidung des DOSB könnte maßgeblich für die olympische Zukunft Deutschlands sein. Besonders die internationale Konkurrenz wird aufmerksam beobachtet.
Unsicherheit um internationale Konkurrenten
Lange galt Katar als aussichtsreicher Kandidat für die Spiele 2036. Die aktuelle Sicherheitslage in der Region sorgt jedoch für neue Fragen. Dadurch könnten europäische Bewerber wieder bessere Chancen erhalten.
DOSB-Vorstandschef Otto Fricke begrüßte die Unterstützung des Bundespräsidenten. Nach seiner Einschätzung ist eine breite politische Rückendeckung für den internationalen Wettbewerb von großer Bedeutung. Unabhängig vom Austragungsort wolle der deutsche Sport verantwortungsvoll mit der historischen Bedeutung des Jahres 2036 umgehen.
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